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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 919 -
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Seite - 919 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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VIII.7 Niederösterreich: Wiener Neustadt – Bürgerspital (Edition Nr. 136–142) 919 [19.] Zum neünzehenden solle spitlmaister gleich von allenthalten zu hauß und waldt allso auch zu weingartten vleissig nachsehen, damit des spittalls weingärtten jedesmahls zu rechter zeit gearbeith unnd hieran nichts versaumbt werde, er solle auch jede arbeith, hauen, grueben etc. vleissig besichtigen, damit aller ordinari unnd extraordinari bau zu seiner jedesmahls gebührenden zeit verrichtet, threulich gearbeith, alle vorthailligkheit verhietett, unnd der uncossten nit vergebens außgelegt werde, unnd weilen mann ihme, spitlmaister, für einen aufrichtigen, erbahren unnd threuen wierth haltet, also wierdet er auch selbsten [/] ainige vorthl nirgends brauchen, sonder allenthalben allain auf des spitals nuzen unnd aufnemben gedacht seyn. [20.] Zum zwanzigisten zur lesenszeit solle spitlmaister zeitliche fürsechung thuen, damit die notturfft, vasß, raiff unnd bau sowoll auch der binder umb einen rechten und leidentlichen werth bestellt und erkhaufft werden. [21.] Zum ain und zwanzigisten die weill zur lesenszeit der spitlmaister nothwendig, dahaimb bey der kheller unnd pressen verbleiben mueß, des spittals weingärtten auch an underschiedlichen orthen unnd zimblich weith voneinander gelegen unnd also er, spitlmaister, bey dem lesen nit sein khan, solle er mit vorwissen des herrn superintendenten neben dem weingarttkhnecht eine taugliche persohn, so zue einbringung des lesens zuegebrauchen unnd denen zuverthrauen, bestellen unnd aufnemben, demselben aber wie auch den weingarttenkhnecht sovil möglich nachsehen, [/] unnd alle tag fleissig nachfragen, ob unnd wie in leßen threulich verrichtet unnd nichts verunthreuet werde. [22.] Zum zwey unnd zwanzigisten solle spitlmaister solche presser bestellen, welche das pressen woll verstehen unnd denen zu verthrauen seye, denenselben solle er woll aufsechen unnd so offt es immer sein khan, bey ihnen in und bey der presß seyn, damit das pressen befürdert unnd der mosst zeitlich in die vasß, welche vorhero sauber unnd woll abgebrennt sein sollen, gebracht werde. Er solle auch jedes gewächs, sovill möglich, besonder giessen unnd allsobald an die vass schreiben oder einen zetl, was es für gewächs seye, daran machen und sobald daß lesen und pressen fürüber, die visirung solcher fechsung begehren, alsdan durch gewisse verordnete commissarien alle vasß in sein, spitlmaisters, beysein ordenlich visirt, unnd jedes mit seinem numero und gewächs beschreiben, ein inventarium darüber aufge[/]richt unnd ihme davon zur nachrichtung sein raithung darnach zustellen, bey der canzley abschrifften erthailt werden. [23.] Zum dreyunndzwanzigisten es solle auch, was sowoll durch des spitals züg als durch gedingte fuehrleuth für maisch geführt, aus welchen gebürg unnd weingartten, wievil jede laith gehalten unnd wer es gefürt, vleissig aufgemerckht werden, damit man in auszahlung der fuehren und bey abrichtung des zehent unnd bergrechts nit irre. [24.] Zum vier und zwanzigisten mit fullung des wein, wie auch auf die vasß, damit dieselbe nit schaden oder manglhafft werden, solle spitlmaister sein stätte unnd vleissige obsicht haben unnd allenthalben in denen khellern guete ordnung halten unnd fürsehung thuen, daß khein gefahr entstehe oder dem wein schaden beschehe. [25.] Zum fünff unnd zwainzigisten wann spitlmaister leüth geben zu lassen vermaint, solle ers mit des herrn burgermaisters vorwisen [/] thuen, ingleichen wann er wein under der raiffen zu verkhauffen hat. [26.] Zum sechs unnd zwainzigisten wirdet dem spitlmaister anbevolchen, daß er ein ordentliches handtregister halte, alle tag seine empfang unnd außgaben in allen hieneben specificirten puncten unnd andern täglich fürfallenden possten mit gueter ordnunng jedes nach seinen aigenen rubric aufzaichne unnd einschreibe, volgends alle unnd jede
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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