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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 920 -
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920 VIII.7 Niederösterreich: Wiener Neustadt – Bürgerspital (Edition Nr. 136–142) wochen alle wochentliche empfang unnd außgaben, unnd was deme anhängig, in ein aigenes wochen particular zusambentrage unnd dem herrn superintendenten, welcher es nach beschaffenheit der sachen bis zu sein, spitlmaisters, khonfftigen raithung, bey welcher es alsdann mehrers examinirt werden solle, interim zusamben raithen oder aber, da er, herr superintendent, ainige mängl befinden oder verspüren solte, er denenselben zeitlich vorkhommen unnd dieselbe dem herrn burgermaister oder einem erß(amen) rath zur remedirung fürbringen solle. [27.] Zum siben unnd zwanzigisten dem spitlmaister [/] ist auch alles vleisses anbevolchen, das er das brott, sonderlich aber das fleisch, so vill sich täglich unnd wochentlich auf die armen leüth unnd dienstbotten nach alter gewonheit unnd rechter notturfft gebihrt, in seine tägliche verzaichnus unnd handregister einschreibe unnd obenverstandener massen dem herren superintendenten in seinem wochen particular zum ersechen und abstellung der etwan dabey befindlichen mangl alles specifice einbringe. [28.] Zum acht unnd zwanzigisten ebnermassen in waiz, gersten, haiden, meel, grieß, brein sowoll r(everen)do schwein fuetter unnd allem andern täglichen hauß und württschaffts notturfften, nichts ausgenommen, solle spitlmaister obenbemelte ordnung halten. [29.] Zum neün unnd zwanzigisten sonderlich aber solle spitlmaister, wann er ein vasß wein zur speiß anzäpfft, den tag auffschreiben unnd alle tag, so lang er daran speisst, was er denen armen leüthen, dem mayrgesindt unnd zur anderen notturfft, jedem insonderheit davon gegeben habe, aufzaichnen unnd in seinen dem [/] herren superintendenten einraichenden wochen particular alles odentlich specificiren unnd einbringen. [30.] Zum dreysigisten von dem fleischhackher unnd anderen handtwerckhsleüthen solle spitlmaister die rabisch unnd außzüg einforderen unnd woll achtung geben, daß sye dieselbe nit übersezen oder mehrers, als man ihnen etwan schuldig unnd sye gearbeith unnd verdient haben, einbringen, da era dergleichen vermerkht, solle ers denen zu abraithung unnd mässigung der handtwerkhs außzügl verordneten herren commissarien threulich anzaigen unnd damit es disfalls desto richtiger zugehe, solle er denen handtwerkhsleüthen umb alle unnd jede arbait, so sye zum spittall machen, jedesmahls einen ordentlichen zettl unnder seiner handtschrifft anhängen, welche zettln als dan sie, handtwerkhsleuth, bey einraichung ihrer außzug zu justificirung derselben beyschliessen sollen. [31.] Zum ain unnd dreissigistenb die jenige grundstuckh, es seyen wisen, [/] äckher, gärtten oder andere gründ, deren das spittall nit notturfftig ist, solle er, spitlmaister, zue rechter zeit mit vorwissen des herren superintendenten in bstand verlassen unnd den darauf fallenden zünß in empfang nemen. [32.] Zum zwey unnd dreissigisten ingleichen solle die aufding unnd beurlaubung der dienstleüth unnd mayrgsinds, wie auch die veränderung der handtwerckhsleüth in beysein unnd mit vorwissen des herrn superintendenten beschechen. [33.] Zum drey unnd dreissigisten da er, spitlmaister, aines oder anderes nit wais [oder] verstehet, solle er bey dem herrn superintendenten sich berichts erhollen. [34.] Zum vier unnd dreissigisten solle spitlmaister alle jahr unnd zwahr zu ausgang eines jeden jahrs seine erbahre gethreue raithung mit allen scheinen, quittungen unnd a Über der Zeile nachgetragen. b Folgt ingleichen solle die aufding, getilgt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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