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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 972 -
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Seite - 972 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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972 IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) gemain wein, für ihme, provisor, unndt gesellen sechs laibl herrn- unndt ain pährl schwaches brodt zum suppen aufschneidten, vor gemelte drey dienstbotten aber drey paar starckhes brodt, ferrer hatt er vor rindt alß anderes fleisch, fisch, gewürz, schmalz, össig, krautt, rueben, arbes, linnß, gersten, meel, grieß, grienes kreutlwerch er, provisor, vor seine persohn wochent(lich) 2½ fl., jeden gesellen 2 fl., [/] für den laboranten 1 fl. 30 xr., dem jungen 1 fl. unndt vor daß dienstmensch auch 1 fl., zusamben aber 12 fl. wochentlich kost geldt, deß jahrs anderthalb stockh salz, vor daß brennholz in geldt 47 fl., kärzen von Georgi biß Mich(aeli) wochentlich 3 unndt von Mich(aeli) biß Georgii wochentlich 5 lb., dann zu beklaidung aines jungen jähr(lich) 24 fl. in geldt; übrigens ist denen gesellen vor daß bibal oder trinckhgeldt, gleichwie in andern apoteckhen zuegelassen die lauß- unndt krözensalben, der viech meteidat[!], die dinnten unnd suppositoria oder stuelzäpfel (doch außgenohmen daß jenige, so für daß spital von nöthen ist) darzue auß der apoteckhen ohne der gesellen entgeldt die ingredientia unndt notturfften sollen dargeraicht werden, beynebens wann sich der provisor wohl verhalt unndt verdient macht, hatt er zuforderist die belohnung von Gott, dem allmächtigen, zuhoffen, sodann guete promotion unndt befürderung nach gelegenheit zuewarten. Zu urkhundt dessen etc. Dat(um) 1. April 1707. Nr. 158 Instruktion für den Bürgerspital-Siechenvater in Wien. Wien, 1670 Februar 1 Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 73) Rückvermerk: Instruction eines neu angehendten siechvatter beim armmen hauß burger- spitall in Wienn. Instruction eines neu angehenden siechvatters, wie und welcher gestalt er sich in seinen habenden dienst verhalten soll [1.] Fürnemblich und fürs erste soll er, siechvatter, mit allem gehorsamb und respect denen herrn spitlmaister underworffen sein und, was ihme herr spitlmaister in allen billichen sachen befelchen oder schaffen werde, deme fleißig nachgeleben und unwaigerlich verrichten. [2.] Anderten soll er, vatter, sambt seinem weib auf die stüben fleissig achtung geben, damit dieselben sauber und rain gehalten, täglichen dreymahl in der fruehe, müttag und abendts gerauckht und mit esßig aber (wahrzue er zu ansezung desselben den wein, sovil vonnöthen sein wierdt, auf der khellerey zuempfahen hat) in der wochen alß am Sontag, Erchtag und Pfingstag aufgesprizt werde, und zum fahl sich under dennen armmen, es sey waß persohn es wolle, ungelegenheiten zuetragen mechten, im fahl daß verbrechen so groß wehre, solches alsobalden herrn spitlmaister umb mehrere remedierung anzaigen. [3.] Dritten soll der vatter daß pöth gewandt, leylacher, kozen und anders, so ihme vermög inventarium eingeantworttet wierdet, sauber und rain halten und damit man wißen mögen, ob desßen ein geniegen oder [/] oder [!] abgang von allerhandt sorten verhanden seye, so solle er schuldig sein, zu außgang jeden jahrs, waß er nemblichen durch die inventur oder neue herbeyschaffung empfangen und hinwiderumben daß
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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