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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 977 -
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Seite - 977 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 977 selbige nit außlauffen und entweders ihnnen selbst oder andern inn- oder ausßerhalb des lazareths unglickh unnd schaden zuefüegen. [5.] Fünfftens haben der vatter unnd sein weib auch in der kuchel alles vleißes zuezusehen, damit nicht allein die speisen sauber und guet gekochet, sondern auch dennen armen auf dennen stüben von dennen bestelten siechknechten und diernen nicht kalt oder vermischter, sondern der gebür nach guet unnd gerecht, geraicht unnd außgethailet werden. [6.] Sechstens solle der vatter auch zusehen, ob der arzt die patienten vleisßig verbinde unnd dennenselben seine schuldigkheit laiste, widerigenfahls solches nicht beschähe, auch von dem herrn pfahrer einiger mangl fürkhäme, das derselbe bey denen krankhen sein ambt nit verrichtete, solle er, vatter, solches alsobalden mit gueten grundt anzaigen, damit auf remedierung gedacht werden khönnte. Unnd damit auch sich weder der herr pfahrer noch arzt mit einiger unwisßenheit entschuldigen khönne, solle er, vatter, so offt ein kranckhe persohnn hinauß khombt, solches dem [/] herrn pfahrer unnd arzten alsobalden anzaigen. [7.] Es solle aber sibentens der vatter bey ernstlicher straff kheine persohnn einnemben, sie sey dan ordentlicher weiß ins lazareth erkhennt unnd habe derentwegen beschauzetl fürzuweisen. [8.] Da auch achtens mitls solcher beschauzetl einige persohnn in das lazareth hinaußkhombt, sollen derselben die anhabente kleider, wie bißhero observiert worden, alsobald außgezogen unnd nebens andern mobilien, so mit deroselben hinaußgebracht oder geführt werden, ohne ainigen vorenthalt des geringsten an den gewöhnlichen orth verbrennt worden. [9.] Wan demnach neuntens ein oder andere persohnn wider gesund wirdet, solle der vatter solches zeitlich vorhero herein berichten, damit dieselbe mit neuer klaidung wider versehen unnd damit entlaßen werden khönne. [10.] Zehentens hat der vatter kheine dienstpotten, siechknecht oder diern vor sich selber nicht auf[/]zunemben oder zuentlaßen, sondern solches jederzeit mit herrn spitlmaisters vorwißen zuthuen. [11.] Zum ailfften alle persohnnen, sie sterben oder wandern, solle der vatter mit tauf- unnd zuenahmen, auch von wahnnen, wie alt sie sein unnd wan sie krankher in das lazareth khomben, auch wider gewandert oder gestorben, außführlich beschribener dem bestelten siechvatter im spitall zum prothocollieren herein schickhen. [12.] Ingleichen solle er zwelfftens alle tag, wan arme darauß sein, ein underschribene tagzetl, wievil der armen unnd absonderlich der dienstpotten darauf verhandten, dem siechvatter im spitall herein schickhen, damit darauf die speiß unnd nothwendige verpflegung vom spitall hergeben unnd hinauß gebracht werden khönne. Es solle aber hierbey er, vatter, mit ab- unnd zueschreibung der persohnnen einigen vortl nicht brauchen oder ein mehrere anzall angeben, als der persohnnen sich würckhlich befinden, auf welchem fahl unnd, da einige derogleichen vorfortlung erfunden werden solte, solle gegen ihme mit scharffer straff verfahren werden. [/] [13.] Waß dreyzehentens ihme, vatter, an allerley fahrnußen, haußrath, auch leinn- unnd pethgewand zu seinen antrid, crafft des ordentlich hierüber aufgerichten inventarii, übergeben worden, solches alles solle er in gueter gewarsambkeit halten, nichts davon unachtsamblicha abkhomen oder zu grundt gehen laßen, sonderlich aber das lein- unnd petgewand in der zeit außbesßern und, sovil müglich, in wesenheit erhalten. Da es aber a -lich über der Zeile nachgetragen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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