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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 1009 -
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Seite - 1009 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) 1009 anschrauffen und verhüetten solle, daß kheines außrüne, wan auch unter dißer zeit etwas in keller vorfüelle und der kellner seiner begehrte, soll er unwaigerlich zuespringen und helffen, schaden verhüetten. [7.] Sübendens auf gleiche weiß ist er, hoffbinder, auch verbunden, wann wein abzuziehen sein, daß er jedesmahls darbey seye, damit wann unverhofften fahls etwas an einem vaaß manglete, er dasßelbe gleich wenden und schaden vorsein khönne. [8.] Achtens er ist aber nicht allein dißes, waß hier obstehet, zu verrichten schuldig, sondern auch weithers, was er dem armen hauß nuzlich und erspriesßlich zu sein befündet, fürzukheren, des spitals schaden zu wenden und nuzen zubefürderen verbunden, wie es einem gethreyen dienner zuestehet und er gegen Gott und der obrigkheit zu verandtwortten wisßen wierdt. [/] [9.] Neüntens da er auch dißer instruction nicht nachkhommen oder dem spital zu schaden handlen solten, solle er destwegen vor denen herrn superintendenten und spitlmaister oder einem löb(lichen) stattrath zu stehen, red undt andtwortt zu geben schuldig sein, auch solches alles zu vollziehen, denen herrn superintendenten und spitlmaister bey seinen trauen angeloben. [10.] Zehentens damit er aber auch wisße, was er für solch seine verrichtung zu lohn habe, ist des jahrs 50 fl., item hat er die cost am andern officiertisch, in der ambt stuben benebens, wan er sich wollhelt und verdient macht, hat er forderist die belohnung von Gott zu hoffen und sodan guete befürderung nach gelegenheit zu erwartten. Zu urkhundt ist diße instruction mit des burgerspitals gewöhnlichen müttern signet geferttiget und von denen herrn superintendenten und spitlmaister aigenhendig unterschriben, nicht weniger auch selbe [/] von dem hofbinder geferttigerer bey gem(aine)r statt buechhalterey gleichlauttend gelasßen worden. Actum Wien, dena ersten April 1690a, den 9. Febr(uar) 1696. [L. S.] Per burgerspitals in Wien grundtstuben ut supra. Nr. 171 Instruktion für den Bürgerspital-Kastner in Wien. Wien, 1687 Jänner 2 Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 73) Rückvermerk: Instruction eines khasstners bey dem burgerspital alhier. Collat(ioniert). Instruction eines kasstner bey dem burgerspitall alhier, wessen er sich in seines diennsts verrichtung zuverhalten hat [1.] Ersten solle er mit allem gehorsamb unnd respect denen herrn superintendenten unnd spitlmaister unnderworffen sein unnd, was von selbigen ihme inn billichen sachen anbefolchen wierdt, solches unwaigerlich verrichten. [2.] Anderten hat er daß getraydt, so beym spitall eingehet, es seye gleich aigen paugueth, zehennt, bestanndt oder erkhaufft, inn sein treüe verwahrung auf dem spitalls cassten zu übernehmen, daselbst gebührennder masßen zu pflegen und, so offt es a–a Im Original unterstrichen; den ersten April ... Febr(uar) 1696 von anderer Hand nachgetragen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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