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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 1030 -
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Seite - 1030 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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1030 IX.1 Wien: Wiener Bürgerspital (Edition Nr. 144–190) [10.] 10mo Er, geschiermayr und dermahlen zu gleich angesezter stadlmayr, aber ist nicht allein schuldig, daß waß ihme diß orths vorgeschriben worden, treulich zu vollziehen, sondern auch, waß er sonst dem spital nuzliches befindten wirdt, zu verrichten verbundten, des spitals schadten zu wendten und nuzen zu befördern, wie es einen getreuen dienner zuestehet und er gegen Gott und der obrigkeit zu verantwortten wisßen wirdt. [11.] 11mo Wann er auch in dißen, seinen diensts verrichtungen fählen oder dem spital zu schadten handlen solte, solle er destwegen vor denen herren superintendenten, spitlmaister und gegenschreiber oder auch [/] wohl gar einen löb(lichen) statt rath zu stehen und hierumben redt und antwortt zu geben haben, daß er auch deme allen gehor(sam) nachkomben und dem armenhauß getreu und redlich dienen wolle, desßentwegen solle er vor denen herren superintendenten, spitlmaister und gegenschreiber ein ordentliches jurament ablegen. [12.] 12mo So hatte vormahls ein stadlmayr für alle diße seine diensts verrichtungen zur jähr(lichen) besoldtung 40 fl. und 18 fl. weingeldt, dann zur kost für sich und sein weib an fleischtägen 2 lb. rindtfleisch; zu Osstern, Pfingsten, Weyhnächten, Fasching und Martini jedes mahls 2 lb. brättl, täg(lich) 2 baar starkhes brodt, wochent(lich) ½ lb. schmalz, 3 mahl krauth und rueben, jähr(lich) 6 achtl salz, 2 mezen semmelmeel, 1 mezen [/] arbes, 1 mezen linnß, 1 mezen prein, 12 lb. gärnene inßleth körzen, brennholz die notturfft; 120 stuckh khörrbößen, und in der Fasten 3 scheitterstokh fisch und 9 häring zum genuß gehabt, für all obiges aber ist bey der von einem löb(lichen) stattrath jüngst gemachten neuen spitals würthschaffts einrichtung einem stadlmayr jähr(lich) 150 fl. in geldt außgeworffen worden, bey welchen es auch in so lang, alß es einem löb(lichen) stattrath beliebig seyn wirdt, sein verbleiben haben, dergestallten, daß ihme, geschiermayr und zugleich angesezten stadlmayr, von solchen 150 fl. die für desßen adjuncten auch vormahls außgeworffen geweste 95 fl. kostgeldt zuefallen, anbey die grädten und amb von allen geströh, weillen er daß gehäkh für die sambent(lich)e zug rosß ohne weitern lohn schneiden [/] lasßen mueß, gleich vorhinigermasßen noch fernerhin zu seinen genuß oder verkhauff und weegen des anbau jähr(lich) 2 paar schuech haben, die übrige 55 fl. aber desßen adjuncten, weillen solcher ihme in allem und jeden an die handt zu gehen verbundten und obligiret ist, anstatt seiner vorigen 40 fl. geraicht werden, und also die jenige 135 fl. (wie gleich anfangs gemeldet worden) dem armen hauß zu nuzen widerumb gänzlich auffgehebt seyn sollen. Zu wahrer urkhundt desßen ist diese instruction mit des burgerspitals gewöhnlichen mittern signet geförttiget unnd von denen herren superintendenten, spitlmaister und gegenschreiber aigenhändig unterschrieben, nicht weniger auch selbe von ihme, Mathiaßen [/] Alphons, geförttigter, bey gm(eine)r statt Wienn buechhalterey gleichlauttendt gelasßen worden. Actum Wienn im burgerspital, den 15ten Aprilis 1720. Nr. 178 Instruktion für Mathias Erhard, Bürgerspital-Stadelschaffer in Wien. Wien, 1737 Dezember 31 Archiv: WStLA, Bürgerspitalakten, Fasz. LVI (A 74) Rückvermerk: Instruction eines in burgerspitals Landtstrasser stadl neü angestelten stadl- schaffer betr(effend).
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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