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I. Bilder der
Besatzung668
der“ unter einem Foto, das einen Rotarmisten bei der Beschlagnahmung einer
Gans zeigt, verweisen auf den Wunsch, Entbehrungen mit lustigen Kommen-
taren zu überdecken.
Die Fremdbilder vermitteln zunächst einen Eindruck von der alltäglichen
Tristesse im Ostösterreich der Nachkriegszeit: Kontrolle durch die Besat-
zungsmächte, Gebäude in Trümmern und die weitgehende Abwesenheit der
Männer, die sich in Kriegsgefangenschaft befanden, im Krieg gefallen oder in
den Konzentrationslagern des „Dritten Reiches“ zu Tode gekommen waren.
Das vielfach gespannte Verhältnis zwischen der österreichischen Bevölkerung
und den sowjetischen Soldaten bleibt hier jedoch ausgespart. Zajcev konzen-
trierte sich auf eine andere Facette des Nachkriegsalltags in der sowjetischen
Zone: auf das friedliche Nebeneinander von Besatzern und Besetzten.156
Ähnlich wie die Aufnahmen von Wehrmachtssoldaten im Osten, die Ein-
heimische wegen ihrer folkloristischen Qualitäten, ihrer Haar- und Barttracht
156 Ebd.
Abb. 110: Boris Zajcev fotografierte mehrfach seinen Kasačok-tanzenden Kameraden Griša in Bruck
an der Leitha. (Quelle: AdBIK, Foto: Zajcev)
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Stalins Soldaten in Österreich
Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945–1955
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- Stalins Soldaten in Österreich
- Untertitel
- Die Innensicht der sowjetischen Besatzung 1945–1955
- Autor
- Barbara Stelzl-Marx
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2012
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-78700-6
- Abmessungen
- 15.5 x 23.0 cm
- Seiten
- 874
- Kategorien
- Geschichte Nach 1918