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Tourismus und Klimawandel
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Basis (z. B. Kriterienkatalog für energieeffiziente Wellness- betriebe) bis bin zu verbindlichen Standards sind wichtige Instrumente. Durch den Klimawandel kann in Zukunft vor allem der Bereich „alpine Wellness“ im Sinne eines Revivals der klassischen „Sommerfrische“ profitieren, dazu müssen von den Betrieben aber auch entsprechende Angebote geschaffen bzw. Packages geschnürt werden (hohe Übereinstimmung, schwache Beweislage). Im Winter dient Wellness zwar als Er- gänzungsprogramm im Skiurlaub, sie kann diesen aber nicht ersetzen; das dahin gehende Potenzial darf also nicht überbe- wertet werden (hohe Übereinstimmung, mittlere Beweislage). Die Relevanz bzw. das Marktpotenzial anderer Indooraktivi- täten für den heimischen Tourismus (z. B. Indoorklettern in Hallen) lässt sich derzeit nicht abschätzen, es wird aber als vergleichsweise gering eingestuft. Kernaussagen – Kapitel  8 – Der Gesundheits- und Wellnesstourismus wird für die Zukunft als wichtiger Wachstumsmarkt gesehen (hohe Übereinstimmung, starke Beweislage), die mit den touristischen Angeboten in Zusammenhang stehenden Anlagen zeichnen sich jedoch durch einen hohen Energiebedarf aus (hohe Übereinstimmung, mittlere Beweislage). – Möglichkeiten zur Einsparung von Treibhausgas- emissionen, wie durch Gebäudesanierung, alternative Heizformen oder durch die Nutzung von Abwärme und weitere technische Maßnahmen, aber auch die Unterstützung der Betriebe und die Schaffung von Standards zur Sicherstellung eines möglichst spar- samen Verbrauchs haben eine hohe Bedeutung (hohe Übereinstimmung, schwache Beweislage). – Wie sich der Klimawandel auf bestimmte Aktivitäten, z. B. Klettern in Hallen oder den Besuch von Thermen, auswirken wird, ist schwer abzuschätzen. Wahrschein- lich ist jedoch, dass ein Ausweichen der Gesundheits- und Wellnessurlauberinnen und -urlauber in Höhen- lagen mit niedrigeren Lufttemperaturen auftreten wird (hohe Übereinstimmung, schwache Beweislage). – Die Anbieter „alpiner Wellness“ können vom Wieder- aufleben der klassischen „Sommerfrische“ infolge des Klimawandels profitieren (hohe Übereinstimmung, schwache Beweislage). Um am Markt erfolgreich zu sein, sind allerdings eine Differenzierung des An- gebots – weg von dem starken Fokus auf das Thema Wasser und hin zu einem ganzheitlicheren Wellness- begriff – sowie Spezialisierung (z. B. auf eine be- stimmte Zielgruppe) und Innovation (z. B. Schaffung kreativer Angebote und Packages) notwendig (hohe Übereinstimmung, mittlere Beweislage). Literatur Abegg, B. & Steiger, R. (2011) Will Alpine summer tourism benefit from climate change? A review. In: Borsdorf, A., Stötter, J. & Veuillet, E. (Hrsg.) 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Tourismus und Klimawandel
Titel
Tourismus und Klimawandel
Autoren
Ulrike Pröbstl-Haider
Dagmar Lund-Durlacher
Marc Olefs
Franz Prettenthaler
Verlag
Springer Spektrum
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-662-61522-5
Abmessungen
21.0 x 28.0 cm
Seiten
263
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