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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Firmendach durch einenUniformierten (Erklärung durch einenUnternehmensver- treter, Begutachtungdurch Soldaten, Protokollführungdes Sekretärs).Militärische Experten zählen zum immer wiederkehrendenMotiv der Kriegsindustriefilme: Sie verweisen nicht nur auf den Einsatz der Gerätschaften, sondern schaffen auf logi- scher und emotionaler Ebene Vertrauen in die kriegswichtigen Güter. Der „Topos derSichtbarmachung“314 stehtamEndedesFilms.DerBlickaufeinedreiKilometer entfernte Brückeper Fernrohrwird jenemper freiemAuge gegenübergestellt: Eine visuell klar nachvollziehbare Beweisführung der sinnigen Nutzung des optischen Instrumentswirdgeboten. Kameraschwenks aus erhöhter oder ebenerdiger Position tasten in PHÖNIX- FLUGZEUGWERKE, FRÜHER ÖSTERREICHISCH-UNGARISCHE ALBATROS FLUGZEUGWERKE GES.M.B.H.WIENnichtnurdieweiträumigenWerkshallenab, sondernrücken lau- fend die große Zahl der rege tätigenmännlichen undweiblichen Beschäftigten in denBlickpunkt,dieohneUnterlass fürdenKriegzuschaffenscheinen.Derchrono- logischkonzipierteAufbaudesFilmspräsentiert die FertigungvonEinzelteilenbis hin zuÜbergabeundAbtransport derFlugmaschinen,wobei totaleundamerikani- scheAufnahmeeinstellungendominieren.Vereinzelt sindUniformierte indenFab- riksräumen zu sehen, bis sie gegen Ende des Aeroplan-Baus visuell Dauerpräsenz einnehmen. Der Einbau der Flugmotoren, die Fertigmontage und die Übernahme derPhönix-FliegererfolgtunterAufsichtundBeteiligunghochrangigerMilitärs,die wiederholtdenBlickkontaktmitderKamerasuchen.Perspektivenwechsel,Schnitte und Kamerabewegungen geben dem Industriestreifen eine weniger statische und somitmodernere Anmutung. Diemit demZwischentitel „Fertigmontage“ eingelei- tete SequenzüberzeugtdurchdenEinsatzder subjektivenKamera. Eine imSchritt- tempo angelegte Fahrt an den Modellen vorbei mit einem kurzen Reißschwenk nach links vermittelt dem Zuschauer den Eindruck, selbst durch das Werk zu schreiten,währendvonallenSeitenUnternehmenskräftedieKameraknappseitlich undquerpassieren.AmEndedesFilms fokussiert dieKameraden in „Sascha-Rot“ getünchten (viragierten) Himmel. Langsam heben sich Phönix-Flugmaschinen empor.DieAbschlussbilderhaben in ihrerbrennendenLeuchtkraft einenmarkant- bedrohlichenEffekt. ImVergleich zuder ProduktionPHÖNIX-FLUGZEUGWERKEwird die Leistungskraft der Kriegsindustrie im StreifenMUNITIONSFABRIK HERMANNWEIFFENBACH GES.M.B.H. WIENweniger über filmische Stilmittel, sondern vielmehr über die Darstellung der schnellen Fertigkeiten der Arbeiterinnen demonstriert. Die – bis auf die Laborse- quenz – ausnahmslos im Freien315 gedrehten Aufnahmen verweilen vorerst auf 314 Vgl.dazuauchHagener,ebd.S. 286. 315 EinGrund für dieAußenaufnahmenkönntendie - imVergleich zudenFabriksinnenräumen - besserenLichtverhältnisse imFreiensein. 70 5 DerErsteWeltkrieg:EndeundAnfang.NeueWegeder filmischenWerbung
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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