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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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„Lehrfilmen“ umgearbeitet wurden.397 Besonders einfach gestaltete sich dieses Unterfangenbei touristischmotiviertenLaufbildern,diealsheimatkundlicheUnter- richtsfilme oftmals keinerlei Änderung bedurften. Bei Industriewerbefilmen kürzte manjeneTeile,diedenursprünglichenmarken-bzw. firmenbezogenenPropaganda- auftragzuoffen inErscheinungtreten ließen.398UmanweiteresgeeignetesFilmma- terial zu kommen, wandte sich das Unterrichtsministerium mit der Bitte um Bereitstellungvon IndustriewerbefilmenanösterreichischeunddeutscheUnterneh- men. Zahlreiche Kopien gelangten so in den Bestand der österreichischen Be- hörde.399 Viele Titel sind aufgrund dieser Aktion heute noch in der Schulfilm- SammlungdesFilmarchivAustriaerhaltengeblieben. DadieaufdieseWeisebezogenenFilmeoftmalsnichtdenWünschenderSchu- len undVolksbildungseinrichtungen entsprachen, gingman seitens des „Österrei- chischen Lichtbild- und Filmdienstes“ (ÖLFD)400 des Unterrichts-ministeriums daran, imZugeeinesausFachleutenbestehendenBeratungskreisesAnforderungen anundRichtlinien fürdie zuBildungszweckengewünschten technischenFilme zu erstellen.401 Die Ergebnisse sollten den heimischen Unternehmern zur Verfügung 397 DieWienerUrania führte in ihrenLehrfilmverzeichnissen zahlreiche veralteteWerbe- und In- dustriewerbefilme, so etwaDERKURORTBADEN BEIWIEN (A 1927) oder DIEHERSTELLUNGVONEMAILGE- SCHIRR (A 1926).Vgl.:ÖStA,AVA,BMU,Volksbildung: Film, 1929–1930,Ktn. 487, Fasz. 472,Gschz. 36407-II/10b, 1932, Ggstd.: VolksbildungshausWienerUrania, Lehr- undKulturfilm-ArchivNeuer- scheinungen,Oktober1929, Juni 1932. 398 ÖStA, AVA, BMU, Film 1927-, Fasz. 1718, Gschz. 11977-II/10b, 1932, Ggstd.: Approbierung von UnterrichtsfilmenausdemBestandedesÖ.L.F.D., 22.April 1932. 399 Vgl. etwa:ÖStA,AVA,BMU,Volksbildung:Film, 1919–1928,Ktn.486,Fasz.471,Gschz. 29013/ 1924, Ggstd.: Schreiben Siemens-Schuckert-Werke an BMU, Dezember 1924 sowie Gschz. 29385/ 1924, Schreiben Friedrich Krupp A.G. an BMU, Dezember 1924. ÖStA, AVA, BMU, Volksbildung: Film, 1932, Ktn. 489, Fasz. 473, Gschz. 2664-II/1932, Ggstd.: Generaldirektion der österreichischen Tabakregie Wien, Deponierung ihrer Filme im Ö.L.F.D., Februar 1932 sowie Gschz. 10930-II/10b, 1932,Ggstd.:NiederösterreichischeMolkerei.ÜberlassungvonBetriebsfilmenandieFilmabteilung, April 1932. 400 Der ÖLFD fungierte als Zentralfilmdepot und Leihstelle für alle Schulen undVolksbildungs- einrichtungen.EinederHauptaufgabenderStellebestand inder„SammlungundErschließungdes vorhandenen heimat- und volkskundlichen Filmmaterials über Österreich für Zwecke der Schule, derWissenschaft unddesFremdenverkehrs“. ZuBeginndes Jahres 1932 verfügtederÖLFDbereits über 150.000 Meter Filmmaterial. Siehe: ÖStA, AVA, BMU, Volksbildung: Film, 1932, Ktn. 489, Fasz.473,Gschz. 1008-II/10b, 1932,Ggstd.:HeimatkundlicheFilme indenBundesländern.Überlas- sungandenÖLFD,Filmabteilung, Jänner/Februar1932. 401 Zu den Experten des Arbeitskreises zählten etwa die Filmproduzenten Ernst H. Jordan und KarlKöfinger, aberu.a. auchpromovierteTechnikerwieProf. KarlGelinek (Maschinenbaukunde), die an der TechnischenHochschule tätigenAssistenten Ing. Aschenbrenner und Ing. Stolle (Wär- mekraftmaschinen) oder der Leiter des Instituts für Kinematographie an der Technischen Hoch- schule,Prof.Dr. Ing.PaulSchrott.Vgl.u.a. :ÖStA,AVA,BMU,Volksbildung:Film, 1932,Ktn. 489, Fasz. 473, Gschz. 1271-II/10b, 1932, Ggstd.: Filmabteilung, Vorführung technischer, industrieller undgewerblicherFilme,4.Fortsetzung, Jänner1932. 92 6 Belehren– informieren–werben
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
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