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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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dahingehend, die Regelungen für die Schmalfilmvorführungen zu lockern, da „durch eine allzu strengeHandhabung der Vorschriften gegen den ungefährlichen Schmalfilm die Interessen der in den Ländern ansässigen Unternehmern“ geschä- digtwürden.530 AlsVorbildgaltWien,dasdie feuerpolizeilichenVorgaben fürdieVorführung vonschwerentflammbarenSchmalfilmenbereits 1931/32 reduzierthatte.DieBun- desländerhieltenan ihren strengenRegulativenmitunter fest undverwiesenwie- derholt auf „denGegensatz von Stadt und Land undden daraus entspringenden wesentlich anders gearteten bau-, feuer- und sicherheitspolizeilichenVerhältnis- senundEinrichtungen“.531 InWien fanddieVorführungvonwerbendenFilmen imRahmeneiner „non- theatrical exhibition“weiteundvielfältigeVerbreitung,wiedieAktensammlung des Wiener Magistrats, Abteilung 52, der Jahre 1926 bis 1938 belegt.532 Diese Behördehatte sämtlicheFilmvorführungen inWien imNon-theatrical-Bereichzu bewilligen und verlieh Konzessionen für Schmalfilmaufführungen. Zahlreiche Ansuchen bezogen sich auf die Präsentation von Filmen in Geschäftsauslagen, bevorzugt nach Ladenschlus ab 18 oder 19 Uhr bzw. mit Eintritt der Dunkel- heit.533GezeigtwurdendieStreifenmitunterauchüberdemEingangsbereichauf einer „Mattscheibe“534 oder in den Räumlichkeiten des Geschäftslokals. Die BandbreitederumVorführungskonzessionen inSchaufensternoder inLädenan- suchendenHandeltreibendenwar vielfältig. Bewilligungen erbaten unter ande- rem Verkaufslokale für fotografische Utensilien,535 für Radioapparate,536 für Damen-, Herren- und Sportbekleidung,537 für Seifen und Parfümerzeugnisse,538 530 ÖStA, AdR, BMHV, 581c, Grz. 107.193–10/31, Ggstd.: Schwierigkeiten bei der Vorführung von SchmalfilmenineinzelnenBundesländern,Dezember1931. 531 Ebd. 532 IndenVerzeichnissendesWStLAwirddieMagistratsabteilung52mitderNummer104geführt. AufallenAkten ist jedochMA52vermerkt. 533 Z.B.:WStLA,MA104,Zl.K1236,„KonzessionsansuchenderPhotohandlungNorbertWallner“, 31.Dezember1928. 534WStLA,MA 104, Zl. K 709, „Konzessionsansuchen desWirk- und Schnittwarengeschäfts von RosaArzt“, 14.Dezember1927. 535WStLA,MA104,Zl.K3611,„KonzessionsansuchenPhotohandlungSaloFeuchtbaum“, 4.De- zember 1933. 536WStLA, MA 104, Zl. K 1226, „Konzessionsansuchen Franz Kreuzer, Radiomaterialhandel“, 9.November1928. 537WStLA, MA 104, Zl. K 339, „Konzessionsansuchen der Herrenmodenfirma M. Neumann“, 15. Jänner 1927 sowie ebd. Zl. K 3143, „Konzessionsansuchen des Sporthauses Sasi“, 6. Dezember 1932. 538WStLA,MA 104, Zl. K 2351, „KonzessionsansuchenM.E.Mayer. Parfümerie und Seifen-Fabrik“, 18.Dezember1934. 7.2 „Non-theatricalexhibition“ 125
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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