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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Räumlichkeiten feilgebotenenWaren her. Gleichfalls in diesemRahmen präsen- tierte Fremdenverkehrsfilme dienten offensichtlich mehr der Entspannung und demAmüsement der Kundschaft.551 MitunterwarenWerbefilmvorführungen Teil einerVielzahlandererdenKundendargebotenen„Zusatzattraktionen“. Soerklär- ten die Betreiber der Konditorei „Ludwig Zwieback & Bruder“ in ihrem Gesuch mit dem Ansinnen, den Reklamestreifen DICHTL SPITZEN zu zeigen, dass ihre Räumebereits fürmusikalischeundTanzproduktionen,Mode-Revuenundähnli- cheVeranstaltungenbehördlichkommissioniert seien.552 Vereine und Genossenschaften führten ihre der Eigenwerbung dienenden Filme indenAuslagen ihrerGeschäftsstellen, inderenVersammlungslokalen,Gast- häusern und auch in Kinos vor.553 Zugleich fanden spezifische Anbieter ihre Käu- fer-Zielgruppe gerade in derlei Vereinigungen. Produzenten von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln sowie Teer- und Asphalterzeugnissen bewarben ihreWaren per Film im „Österreichischen Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter“,554 Eternit wiederum führte Filme zum Thema „Asbest“ beim „WirtschaftsverbandderHausbesitzerÖsterreichs“vor.555 AußerhalbderKinoswurdenReklamefilmemit größerer Zielgruppenorientierung vorgeführt.FilmeüberSinger-NähmaschinenpräsentiertemanderGenossenschaftder Schuhmacher,StreifenüberTrockenplatten fandenihrPublikumim„Österreichischen Ingenieur- und Architektenverein“.556 Reklame- und Industriewerbefilme waren oft 551WStLA,MA104,Zl.K237,„Konzessionsansuchen,VorführungderBurgenländischenFremdenver- kehrs-SchauindenRäumendesKaufhausesA.Herzmansky“, 19.Oktober1926.Ebd.,Zl.K1053,„Kon- zessionsansuchen, Vorführung Kunstseidenstoff.-Industriefilm, A. Gerngross“, 28. August 1928. Ebd., Zl. K 2233, Konzessionsansuchen, Vorführung des FilmsVOMDONAUSTRAND AUF BERGESHÖH’N,Waren- hausGerngross, 15. Jänner1938. 552WStLA,MA104, Zl. K 367, „Konzessionsansuchen,Konditorei LudwigZwieback&Bruder, Re- klamefilmDICHTL-SPITZE“, 14.Februar 1927. 553WStLA, MA 104, Zl. K 414, „Konzessionsansuchen Wiener Tierschutzverein, Vorführung im Schaufenster“, 16.Mai 1934.Ebd., Zl.K 1106,„KonzessionsansuchenKonsumgenossenschaftWien, Vorführungen inWiener Sälen und Kinos“, 4. Oktober 1928. Ebd., Zl. K 2700, „Konzessionsansu- chen KonsumgenossenschaftWien, Vorführungen in Versammlungsräumen, Gasthaussälen, Vor- tragssälen“, 18. September 1931. Ebd., Zl. K 443, „Konzessionsansuchen Konsumgenossenschaft Wien, Vorführungen im GenossenschaftsheimWien XX.“, 21. September 1936. Ebd., Zl. K 4033, Konzessionsansuchen Heimbautal. Gemeinnützige Eigenheimförderungs-Genossenschaft, Vorfüh- rungvonPropaganda-Filmenbei Interessenten-undMitgliederversammlungen“, 3.August 1934. 554WStLA,MA 104, Zl. K 797, „KonzessionsansuchenTreibacher ChemischeWerke“, 13. Februar 1936. Ebd., Zl. 1731, „Konzessionsansuchen Teerag. Aktiengesellschaf für Teerfabrikate, Asphalt, RussundchemischeProdukte“, 17. Juni 1937. 555WStLA,MA104,Zl.K2338,„KonzessionsansuchenWirtschaftsverbandderHausbesitzerÖster- reichs,VorführungeinesFilmesderFirmaEternit“, 21.Februar1938. 556WStLA,MA104, Zl. K 1863, „KonzessionsansuchenSingerNähmaschinenAG,Vorführungdes FilmDIEENTSTEHUNGDERNÄHMASCHINE, 30. Jänner 1930.Ebd., Zl.K826,„KonzessionsansuchenMe- defind&Bernfuss,Reklame-VorträgederFirmaOttoPerutzTrockenplattenfabrik,3.April 1936. 7.2 „Non-theatricalexhibition“ 127
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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