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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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WER PHOTOGRAPHIERT, HATMEHR VOM LEBEN:WER FILMT, DER HAT DAS LEBEN, ACH HÄTT ICHDOCH.562Oftmals zeigtemanbei denVeranstaltungenaber auchLandschaftsauf- nahmen und Sehenswürdigkeiten aus Österreich, die unter Beweis stellen sollten, welch hochqualitative Aufnahmen mit 8mm- oder 16mm-Apparaturen möglich waren.563EinhergingendieVortragsabendegelegentlichmitderAusstellungvonKa- meras,Schmalfilm-Kinogerätenund„Meisterarbeiten“derFotografie.564 Umfassende,möglichst attraktiv gestalteteWerbeabendewaren bei einigen re- nommiertenMarkenunternehmen inden1930er-Jahrenbereitsüblichgeworden.Die FirmaSiemens&HalskeführtewährendderWintermonate inverschiedenenStädten mit den ortsansässigen Händlern regelmäßig Veranstaltungen durch. Dafür wurde jeweils ein Saal angemietet, in demdie Kaufmänner eigene Präsentations-undVer- kaufsstände einrichteten. Der Abend war abwechslungsreich zusammengestellt: Schallplattenmusik,Werbe- undKulturfilme undVorträgewurden geboten. In den PausenkonntendiepotenziellenKäuferdieVerkaufsständebesichtigenundsich in- formieren. Im Zuge einer Verlosung hatten die Besucher die Chance, elektrische Haushaltsgeräte zugewinnen.AlsLosdientendieEintrittskarten, aufdenendieAd- ressen derAnwesenden vermerktwaren. Letztere gingenwiederumandieHändler zurück,welchedieAnschriften in ihre Interessentenkarteiaufnahmen.565 Eine Vielzahl der Präsentationen im Rahmen der „non-theatrical exhibition“ richtete sich direkt an eine weibliche Zielgruppe. Während die Feinwaschanstalt Habsburg bei eigenen Filmabenden über ihren professionellen Wäschereibetrieb aufklärte,566 betriebdasUnternehmen „Persil-GesellschaftHenkel&Voithm.b.H.“ inWien seit 1928 umfassende Aufklärungsaktionen, die neben Filmaufführungen HausfrauenauchpraktischeWaschvorführungenbot.567 562WStLA, MA 104, Zl. K 1125, „Konzessionsansuchen Kodak, Vorträge“, 22. September 1936. Ebd., Zl. K 1265, „KonzessionsansuchenAgfa, 5 Vorträge unter demThema „Und jetzt Kunstlicht- Photos“, 7.November1936. 563 Zu sehenwaren etwa Schmalfilmemit folgendenMotiven: „Stadtpark (Wien)“, „Eislaufverein (Wien)“, „Ringstraße“, „Innere Stadt (Wien)“, „Umgebung vonWien“, „Gebirgsaufnahmen aus den österreichischenAlpen“,„MillstätterSee“,„AufnahmenvomZugaus.Westbahnstrecke“,„Gesäuse“, „Wanderungen und Landschaften in den Tauern“, „Sommerlager am Schwarzensee“. Siehe dazu: WStLA,MA104,Zl.K3619,„KonzessionsansuchenKodak,Propaganda-Vortrag“, 20.November 1933. Ebd., Zl. K 3686, „KonzessionsansuchenKodak,Vortragsabend“, 16. Dezember 1933. Ebd., Zl. K 161, „KonzessionsansuchenKodak,Propaganda-Abend“, 2.April 1935. Ebd.,, Zl. K 3619,„Konzessionsan- suchenKodak,Werbevorträge“, 13.Februar1936. 564WStLA,MA104,Zl.K1125,„KonzessionsansuchenKodak,Vorträge“, 22.September1936. 565 Verkaufspraxis,„DurchUnterhaltungwerben!“,Nr.5,Februar1933,S. 286. 566WStLA, MA 104, Zl. 148, „Konzessionsansuchen Habsburg Feinwaschanstalt, Filmvorfüh- rung“, 22.März 1935. Ebd., Zl. K 901, „KonzessionsansuchenHabsburgFeinwaschanstalt, Filmvor- führung“, 15.Mai 1935. 567Wiederholt vorgeführtwurdeder StummfilmVOMWASCHENUNDVONDERWÄSCHE (D 1929). Die Veranstaltungen fanden vornehmlich in Gastwirtschaften undHotels statt. Vgl.:WStLA,MA 104, Zl. 2920, „Konzessionsansuchen Persil, Filmvorführung und Vortrag“, 12. April 1932 sowie unter 7.2 „Non-theatricalexhibition“ 129
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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