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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Reklameumsatz sich auf ein Prozent belief.611 Vergleichswerte fürÖsterreich fehlen. SiedürftenabereherunterderEin-Prozent-Markezufindensein. Hinsichtlich der tatsächlichenProduktionskosten eines Kurz- bzw.Werbefilms hielten sich die österreichischenHersteller, sowohl in den vorhandenenAkten als auch indenFachblättern, fastausschließlichbedeckt.612Kryptischverwiesmanda- rauf, dassdieHerstellungskosteneinesWerbetonfilmsnureinenBruchteil derKos- ten, die pro Meter für einen durchschnittlichen Unterhaltungsfilm aufgewendet werdenmüssten, ausmachten. Die Preisfrage wäre schlussendlich eine Qualitäts- frage. Zahlenbliebenaus.613 Betontwurdehingegenetwa, dass sichdieKosten für einen Reklamefilm, wenn er in rund 6.000 Vorstellungen zur Aufführung kommt und dabei von einer Million Menschen gesehen wird, auf gerade einmal 1,8 Gro- schenproBesucherbeläuft. EineWerbedrucksortekämepreislichhingegenauf ein Vielfaches der genannten Summe. Man enthielt sich allerdings der Aufstellung einernachvollziehbarenRechnung,Vergleichszahlenspartemanaus.614Klardekla- riertwurde,dassumjedenMeterFilmzukämpfenwar.HaushaltenhießdieDevise. EineinleitenderTitel zuBeginnderKurzfilmeblieboft aus, einerseits,damandem Kinopublikum oft nicht sofort klarlegen wollte, dass es sich beim Gezeigten um einenWerbefilmhandelt. Andererseits spielte bei „kurzenPropagandafilmen auch schondieErsparnisderwenigenfüreinenTitelbenötigtenMetereineRolle“.615 ErstmitBeginnderTonfilmärananntedieBranchezunehmendZahlen,umdie Verteuerung der Produktion zu verdeutlichen. Sprach in Deutschland derWerbe- filmpionier JuliusPinschewervoneinemAnstiegderHerstellungskostendurchden Ton um 100 Prozent,616 wies man im heimischen Branchenblatt Österreichische Film-Zeitung darauf hin, dass die Produktion eines Tonfilms drei- bis viermal so teuer sei als jene eines stummen Streifens.617 Etwas weniger dramatische Zahlen wies die österreichische Reklamezeitschrift Contact aus. Die Kosten für einen 611 Goergen, In filmoveritas,S. 351. 612 Andersgestaltet sichdieLage indeutschenFachblättern,wogenauStreupläneberechnetwur- den, die etwadie Sitzplatzauslastung indenKinos einzelner deutscher Städte, dieVertriebskosten in städtischen und Provinzkinos, Kopien- undNegativkopienkosten detailliert per Beispielen aus- wiesen. Vgl. dazu: Verkaufspraxis, „DerWerbefilm imWerbeplan“, Nr. 1, Oktober 1932, S. 32–36 sowieebd.,„Streu-undTreffmöglichkeiten inderKinowerbung“,Nr.8,Mai 1935,S.482–486. 613 Contact,„WerbungdurchdenFilm“,Nr. 12,Dezember1933,S. 18. 614 DerWienerFilm,„Filmkunde inderReklamewissenschaft“,Nr.8,30. Juni 1936,S. 2. 615WStLA, MA 104, Zl. K 836, „Schreiben Verband der Kurzfilmhersteller an Magistrat Wien, BesonderesStadtamt II/3.Betreff:KurzfilmeohneTitel“, 6.April 1936. 616 Forster,UfaundNordmark,S. 177. 617 Österreichische Film-Zeitung, „Helft dem österreichischen Film“, Nr. 7, 14. Februar 1931, S. 4. Dies deckt sich auchmit derBerechnungArminLoackers, der davonausgeht, dass sichdurchdie Einführung des Tonfilms die Produktionskosten in Österreich um 300 Prozent erhöhten. Siehe: Loacker, Armin: Anschluss im¾Takt. Filmproduktion und Filmpolitik in Österreich 1930–1938, Trier 1999,S. 103. 138 8 DieWerbefilmproduzenten:Etablierung,Organisation,Einflusssphären
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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