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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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vorweisen könne. Der Einwurf der Kollegiumsmitglieder Petzl undWeiler wurde letztlichzurückgewiesen.639 UndnocheinmalsolltedieKontingentierungzugunstenderheimischenWerbe- filmbrancheabgeändertwerden. ImZugederAktion zur „RettungderKurzfilmher- steller“ 1932/33 brachte die Wiener Allgemeine Gewerbegenossenschaft den Vorschlag ein, nicht nur ausländische Spielfilme, sondern auch nach Österreich eingeführteKurztonfilmeundWochenschauenmit einerEinfuhrkontingentleistung zu belegen, die letztlich den heimischen Branchenvertretern zugutekommen sollte.640 Eine Bestimmung, die dieser Idee folgt, findet sich schließlich in den „FilmwirtschaftlichenVorschriften“des Jahres1937:„ZurAusstellungeinerAuffüh- rungsbewilligung für einen ausländischen Kurzfilm unter 350m Länge sind 0.15, für einen solchen von 350–700m Länge 0.30 Vormerkscheine notwendig; dieses Ausmaßerhöht sich fürausländischeReklame-KurzfilmeaufdasDreifache.“641Die InitiativenderKurzfilmherstellerhattenüberdie JahreErfolgegezeitigt, die ein zu- nehmendgemeinsamesVorgehenderBranchenvertreterundderenOrganisation in einer Interessenvertretungermöglichthatte. 8.3 VerbandderKurzfilmhersteller:Ausschaltung derKonkurrenz,SicherungvonEinflusssphären,Eigenwerbung Am 29. Juli 1935 fand die konstituierende Sitzung des österreichischen Kurzfilm- herstellerverbandes statt. Die Organisation basierte auf einem deutschen Vorbild, der Reichsvereinigung deutscher Lichtspielstellen und Kulturfilmhersteller in Ber- lin,mitder sichdasösterreichischePendant imRahmeneiner inEntstehungbegrif- fenen Fachgruppe der Internationalen Filmkammer zusammenschließenwollte.642 In der ursprünglichen Zusammensetzung des Vorstandes und seiner Mitglieder wärediesdurchausmöglichgewesen:AlsObmann fungierteKarlKöfinger, als sein Stellvertreter agierte Gustav Mayer. Mit dem Kassier Eugen Mauthner („Seleno- phon“) und dem Schriftführer Hans Ludwig Böhm war das Gründungsgremium 639WKW, Filmakten, Paket 3137/1, M 2, „Protokolle des Filmbeirats 1934–1937“, Verhandlungs- schrift der 116. SitzungdesFilmbeirats vom15. Jänner 1934 sowieVerhandlungsschrift der 129. Sit- zungdesFilmbeiratsvom17. Jänner1934. 640 ÖStA,AdR,BMHV, 581c,Ktn. 3483,Grz. 92843–9/32,Gschz. 105.324–9/L/32,Ggstd.:Wünsche derFilmerzeugerhinsichtlichFilmbeiratundFilmkontingentierung,21.Oktober 1932. 641WKW,Filmakten, Paket 3173/1,M 1, „FilmwirtschaftlicheVorschriften. Erlassen vomBundes- ministeriums für Handel und Verkehr (Amt fürWirtschaftspropaganda), Wien 1937, Abschnitt C, Filmkontingentierung–BesondererTeil,Pkt. II.,S. 5. 642 ÖStA, AdR, BMHV, 581c, Ktn. 3591, Grz. 103819–9/35, Zl. 106037, „SchreibenKurzfilmherstel- lerverbandanMinisterialratEugenLanskeüberKontaktaufnahmemitDr. Scheuermann,Präsident derReichsfilmkammer inBerlin“, 10.August 1935. 144 8 DieWerbefilmproduzenten:Etablierung,Organisation,Einflusssphären
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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