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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Besonders engagiertwarendieWerbefilmproduzentenauch inderEigenwerbung. Staatliche Behörden, Unternehmer und Reklamefachleute wurdenmittels Berichten, Vorträgen und eigener Reklamefilmabende über die Bandbreite und die Qualität der österreichischen Werbefilmerzeugnisse informiert. Die Produzenten bewarben ihre Filmeexklusiv,mitGründungdesVerbandesderKurzfilmhersteller, aber zunehmend imSinne ihrerBranchenvertretunggemeinsam.680 ZudeneifrigstenWerbern imeige- nen Interesse zählten Robert Reich681 und Hans Ludwig Böhm.682 Letzterer konnte schließlich ab 1934 auch im Rahmen des „Staatlichen Reklameausbil- dungskurses“ über die Vielseitigkeit des heimischen Werbefilms, über seine sinnvolle und breite Einsatzweise sowie über seine Werbewirksamkeit berich- ten und somit künftige Reklamefachleute für das Thema sensibilisieren und bestenfalls begeistern.683 Ton,Musik und Farbewaren jene technischenNeuerungen, die – den Kurz- filmherstellern zufolge– demWerbefilm zumendgültigen Durchbruch verhelfen sollten. Das Dreifarbenverfahren Gasparcolor versprach, „Waren aller Art voll- kommen lebenswahr auf die Leinwand zubringen“.684 „Dieprächtige Farbenwir- kung“ der bei diversen Schaupräsentationen vorgeführten Reklamewirkung wurde vomPublikummit „spontanemBeifall“685 bedacht. Mängel in der techni- schen oder künstlerischenUmsetzungwurde seitens der österreichischen Produ- zenten höchstens gegenüber ausländischen Streifen konstatiert.686 Einwände brachte einzig das FachblattDerWiener Film vor, das den heimischen Kurzfilm- herstellern mangelnde Experimentierfreudigkeit unterstellte. „Während die In- dustrien anderer Länder gerade darauf bedacht“wären, durch „neue,möglichst eigenartige Wege die Aufmerksamkeit des Kinobesuchers zu erregen“, gingen „die österreichischenWerbefilme zuweilen recht ausgetretene Pfade und vermei- den überraschende Effekte“.687 Die österreichischen Produzenten sahen sich 680 Sieheetwa:Contact,„ÖsterreichischeFilmwerbung“,Nr. 5/6,Mai/Juni 1936,S. 21.Österreichi- scheFilm-Zeitung,„DerWienerWerbefilmmarschiert“,Nr. 22, 29.Mai 1936,S. 1. 681 Österreichische Film-Zeitung, „Der unterhaltendeWerbefilm“, Nr. 43, 20. Oktober 1928, S. 16 sowieebd.,„DasKinoundderTonfilmimDienstederWerbung“,Nr. 50, 10.Dezember1932,S.4. 682 Österreichische Film-Zeitung, „InternationaleWerbefilmschau“, Nr. 49, 9. Dezember 1933, S. 4. Contact, „Eine internationaleWerbefilmschau“, Nr. 12, Dezember 1933, S. 39.Der gute Film, „Ausder Welt des Amateurfilms“, Nr. 70/71, 30. März 1934, o. S. Das Kino-Journal, „Farbige Werbefilme“, Nr. 1276, 1935, S. 5.Österr. Reklame-Praxis,„FarbigeFilmreklame“, Jänner 1935,S. 29 sowieebd.,„Der Farbentonfilm“, Februar/März 1936, S. 11–13.Der guteFilm, „Farbenfilme“, Nr. 123/124, 19.April 1935, o.S.sowieebd.,„VortragüberFarbenfilm“, 12.November1935,o.S. 683 ÖsterreichischeFilm-Zeitung,„WerbungdurchdenFilm“,Nr.42, 20.Oktober 1934,S. 5.Contact, „Filmvorführung“,Nr.6, Juni1935,S.22. 684 Österr.Reklame-Praxis,„DerFarbentonfilm“,Februar/März1936,S. 11–13. 685 DasKino-Journal,„FarbigeWerbefilme“,Nr. 1276, 1935,S. 5. 686 Contact,„Filmvorführung“,Nr.6, Juni 1935,S. 22. 687 DerWienerFilm,„ÖsterreichischeFilmwerbung“,Nr.4, 2. Juni 1936,S. 5. 8.3 VerbandderKurzfilmhersteller 153
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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