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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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der Einheitspartei „Vaterländische Front“war und laut Aktenvermerk als „politisch undmoralischeinwandfrei“galt,691warmitseinemAnsuchenletztlicherfolgreich.Das Unternehmen „WerbefilmdienstHans Ludwig Böhm“wurdemit 27. Februar 1934 ins Firmenregisteraufgenommen.692 HansLudwigBöhmfasste schnell Fuß inderBranche.Erwurde indennurweni- genJahrenseinerKurzfilmtätigkeit inÖsterreichzueinemderbedeutendstenVertreter seinerZunft. ErnutztedieMedien,umfürSchmal-undWerbefilmaufbreiterBasis zu werben.693Filmamateure,Politiker,Wirtschaftstreibende,Reklamefachleuteundderen inAusbildungstehendenNachwuchsklärte erüberdieneuestenFilmtechnikensowie die breiten und Erfolg versprechenden Einsatzmöglichkeiten des Werbefilms auf.694 SeineeigenenProduktionenwurdensowohlvonstaatlicheralsauchvonprivaterSeite beauftragt. Außer bei Fachtagungen, bei Vorträgenund inKinoswurden seine Filme auchübereigeneReklameprojektoreninFachgeschäftendemPublikumdargeboten.695 Vereinzeltwar er auchalsVerleiher aktiv,wobei sichdieseTätigkeit auf denVertrieb ausländischer Kultur- undWerbefilme beschränkte.696 Von Beginn seiner Gründung anwar BöhmMitglied des Verbandes der Kurzfilmhersteller. Nach dem Tod Gustav Mayers übernahm er dessen Sitz als stellvertretender Vorsitzender im Gremium der Vertretungsbehörde. 1937 emigrierteHans LudwigBöhmnachLondon.697 Er hielt von seiner neuen HeimatausKontaktmitdenaustrofaschistischenBehördenundstelltemitunter für 691 „VermerkderVaterländischenFront, LandesführungWienvom10.September 1936,E.N. 717“, beigelegt:ÖStA,AdR,ZivilaktenNS-Zeit,Bundesministeriumfür Inneres/Gauakten,Akt„HansLud- wigBöhm“,Nr. 133697. 692WirtschaftskammerÖsterreich (WKO),ArchivWien,Firmenregister,Registerblatt„Werbe-und FilmdienstDr.HansLudwigBöhm“,Nr. 3352, 27.Februar 1934. 693 Österreichische Film-Zeitung, „Schmalfilm und Kinotheater“, Nr. 49, 3. Dezember 1932, S. 7 sowie ebd., „Der Schmaltonfilm“, Nr. 11, 17, März 1934, S. 3. Das Kino-Journal, „FarbigeWerbe- filme“,Nr. 1276, 1935,S.5.Österr.Reklame-Praxis,„FarbigeFilmreklame“, Jänner 1935,S. 29. 694 Contact, „Eine internationaleWerbefilmschau“, Nr. 12, Dezember 1933, S. 39.Österreichische Film-Zeitung, „InternationaleWerbefilmschau“,Nr. 49, 9.Dezember 1933, S. 4.Der guteFilm, „Aus derWelt desAmateurfilms“,Nr. 70/71, 30.März 1934, o. S.ÖsterreichischeFilm-Zeitung, „Werbung durch den Film“, Nr. 42, 20. Oktober 1934, S. 5. Der gute Film, „Farbenfilme“, Nr. 123/124, 19. April 1935, o. S. sowie ebd.,„VortragüberFarbenfilm“, 12.November 1935, o. S.Contact,„Filmvor- führung“, Nr. 6, Juni 1935, S. 22.Österr. Reklame-Praxis, „Der Farbentonfilm“, Februar/März 1936, S. 11–13. 695WStLA, MA 104, Zl. K 4007, „Konzessionsansuchen Hans Ludwigs Böhms zur Aufstellung einesReklameprojektorsbeiDelka“, 12. Juli 1934. 696 HansLudwigBöhmhattenachweislichu.a. folgendeungarische touristischmotivierteKultur- filme imVerleih:Hungaria (H 1936, P:UngarischesFilmbüroBudapest), BUDAPESTUND SEINEBÄDER (H 1936,P:UngarischesFilmbüroBudapest). Siehe:ÖsterreichischeFilm-Zeitung,Nr. 7, 14. Februar 1936,S.6. 697 „Auskunft der Wiener Polizeidirektion vom 4. März 1949“, beigelegt: ÖStA, AdR, Zivilakten NS-Zeit,Bundesministeriumfür Inneres/Gauakten,Akt„HansLudwigBöhm“,Nr. 133697. 8.4 Werbefilmproduzenten imPorträt 155
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
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