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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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denDetektivHarryPack. InderhumoristischenGroteskewirddie Jahrmarktattrak- tioneinesSchaustellers–eineDameohneUnterleib–entführt.DerErmittlermacht sich auf die Spur des Diebes. Letzterer hat sich unsterblich in den „lebenden Frauenkopf“verliebt.951 Einweit größeresŒuvre als Tuszynski hat dessenKollege inder Trickfilmab- teilungder „Astoria Film“hinterlassen. Peter Eng (Engelmann)war eine zentrale FigurdesAnimationsfilms inÖsterreich.SeineGrafiken,seineTypenundseinbis- weilenbissigerHumorhabenWiedererkennungswert. Engwurde 1892 inOlmütz/ Mähren geboren. Seine Tätigkeit führte ihn nachWien, München, Kopenhagen, Berlin und indieVereinigten Staaten.952 Als Karikaturist und Illustrator arbeitete er u.a. für die BlätterDieMuskete undDer Faun, er warWerbegrafiker und be- gann imJahr 1918 fürdie„SaschaFilmA.G.“Trickfilmezugestalten.953 Peter Engs scharfer, mitunter sarkastischer Humorwar aufgrund seines viel- fältigen Engagements weithin bekannt. So schrieb die Österreichische Reklame 1928 über Engs Popularität – zumindest in Wien: „Er wird gelobt und viel be- schimpft. Dasmag ihn kalt lassen, denn es ist Tatsache: von Floridsdorf bis Ru- dolfsheim und von Simmering bis Grinzing ist ‚dar Peter Eng‘ ein Begriff geworden. Er hat die Lacher auf seiner Seite und damit auf der des Werben- den.“954 Über die Präsentation seiner Arbeiten wurde berichtet,955 so etwa über seinePräsenz imTrickfilm-Pavillon imRahmenderWienerKinomesse 1921. Peter Eng fertigte Karikaturen der Besucher an. Die Bilder wurden zu einem Anima- tionsfilmverarbeitet, der amdarauffolgendenTagdie Porträtierten in amüsanten Kurzstreifen zeigte.DieAußenverkleidungdesPavillons schmücktenBewegungs- Phasenzeichnungen des Künstlers,956 womit seine „Schaustellerarbeit“ umfas- sendderEigenwerbungzugutekam. Animationsfilm in Österreich, Teil 1, S. 21. http://www.asifa.at/projekte/asifa_animation_in_a_ 2010.html, 24.November2016. 951 Renoldner, Animationsfilm in Österreich – 1832, S. 68. Renoldner, Animationsfilm in Öster- reich,Teil 1,S. 20. 952 Die Filmwelt, „Der Trickfilm“, Nr. 35, 1920, S. 7. Schneider, UrsulaA., Neues vonPeter Engel- mann (Ps. Peter Eng) undAnnyEngelmann (Ps. Suska). DieGeschwister vonPaul Engelmann, Fi- gureneiner verschwundeneneuropäischenModerne, in:MitteilungenausdemBrennerArchiv 30/ 2011, S. 122. https://www.uibk.ac.at/brenner-archiv/mitarbeiter/links/schneider/schneider- engelmann-2011.pdf,5.Dezember2016. 953 Tonfilm,Theater, Tanz,„18 JahreTrickfilm–unbedingt“,Nr. 5,Mai 1936,S. 1 f. Schneider, En- gelmann,S. 127. 954 ÖsterreichischeReklame,„DarPeterEng!“,Nr. 11/12,Mai/Juni 1928,S.7. 955 So steuerte Eng zu einemFestakt für den Filmindustriellen Robert Müller (seit 1903 Direktor der Firma Pathé für Mittel-und Osteuropa) etwa Zeichnungen bei: Österreichische Film-Zeitung, „Das25jährigeBerufsjubiläumRobertMüllers“,Nr.46, 10.November1928,S. 16. 956 DieFilmwelt,„DerTrickfilm-Pavillon“,Nr. 19, 1921,S.9. 218 9 Der„ideale“Werbefilm
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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