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Der österreichische Werbefilm - Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
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Peter Eng undAnna Pölz den Freitod. Bald darauf langten die benötigten Papiere zurAuswanderung indieUSAein.963 Wie groß das filmische Schaffen Peter Engs tatsächlich war, ist heute nicht mehr zu rekonstruieren. Die in einemArtikel über die Arbeit des Künstlers ange- führten Zahlen – „38 Reklame-Spielfilms und über 900 Reklame-Trickfilms“964 – sind angesichts des Aufwands einer Animationsfilmproduktion und der vielen anderen Tätigkeiten Engs nicht glaubhaft. Zudembeklagte Eng in einemabstrakt- skurril anmutenden Bericht in Der Muskete 1923 die schlechte Auftragslage im Trickfilmgenre angesichts der Kinokrise.965 Heute werden Peter Eng fünf noch er- haltene Arbeiten zugeschrieben.966 DER GEISTIGE ARBEITER (A 1921/22) warb für den Gemeinschafts-KüchenvereinderEugenie Schwarzwald,wobei daraufhingewiesen wurde, dassman inden 25 Speisehäusernbillig undgut essen konnte, kein Trink- geldvorgesehenwar,allerdingsauchkeinAlkoholausgeschenktwurde.967DIEENT- DECKUNG WIENS AM NORDPOL (A 1923) bewarb in absurd dadaistischer Weise die „Wiener InternationaleMesse“.968 LERNE SCHWIMMEN (A 1926)969 undSCHILLERSRÄU- BER (A 1926)970 machten Lust auf den Besuch des neu eröffneten Amalienbads in WienFavoriten.DemgemäßhatteEng inden Jahren 1925und1926docheineReihe öffentlicher Aufträge erhalten.971 Seine kritische Stellungnahme des Jahres 1928 lässt aber darauf schließen, dass sich die Situation in dendarauffolgenden Jahren geänderthatte.972 In den Jahren 1924 und 1925 fungierte Peter Eng als der grafische Gestalter einer umfassendenKampagne für dieWienerAutobusse. Er kreierteAufkleber, die 963 Schneider,Engelmann,S. 131 f.Renoldner,AnimationsfilminÖsterreich– 1832,S. 76. 964 ÖsterreichischeReklame,„DarPeterEng!“,Nr. 11/12,Mai/Juni 1928,S.7. 965 DieMuskete, „Die Entstehungdes Karfiol ReklameTrickfilms“, Filmbeilage, Juni 1923, S. IIIf. Zit.nach: .Renoldner,AnimationsfilminÖsterreich– 1832,S. 74–76. 966 Die vomWiener Stadt- und Landesarchiv initiierte Online-Datenbank „stadtfilm-wien“weist auch Elemente des Films SEIPEL‘S SANIERUNG (A 1922/23) Peter Eng zu. Sieh dazu „Stilistische An- merkungen“:http://stadtfilm-wien.at/film/139/,5.Dezember2016. 967 Siehe: Bestand Filmarchiv Austria sowie Schneider, Engelmann, S. 127. Renoldner, Anima- tionsfilminÖsterreich– 1832,S. 71. 968 Renoldner,Animationsfilm inÖsterreich– 1832, S. 72 f. ZuDIEENTDECKUNGWIENSAMNORDPOL sieheauch:Cowan,Michael: FromtheAstonishedSpectator to theSpectator inMovement: Exhibi- tion Advertisments in 1920s Germany andAustria, in: Candian Journal of Film Studies, Band 23, Nr. 1, 2014,S. 2–29. 969 http://stadtfilm-wien.at/film/139/,5.Dezember2016. 970 http://mediawien-film.at/film/21/, 5.Dezember2016. 971 JA, WARUM FAHRNS DENN NET? (A 1924/25) zählt ebenfalls zu den Aufträgen aus öffentlicher Hand. 972 ÖsterreichischeReklame, „EinBrief Peter Eng’s [sic!] über denHumor inderReklame“, Nr. 11/ 12,Mai/Juni 1928,S.7.SiehedazudasentsprechendeZitatweiteroben imText. 220 9 Der„ideale“Werbefilm
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Der österreichische Werbefilm Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Titel
Der österreichische Werbefilm
Untertitel
Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938
Autor
Karin Moser
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-11-062230-0
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
316
Schlagwörter
Culture of memory, media history, advertising
Kategorie
Kunst und Kultur
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