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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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damals viele. Umgekehrt dauerte es wesentlich länger. Es war also offenbar vernünftiger,ersteinmaldenJDr.zumachen–bliebdannnochZeit,konnteman denDr. rer.pol. immernochanschließen«, erinnert sichPaulNeurathanseine Kollegen an derWiener Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät zu Be- ginnder1930er Jahre.92 MitBlickaufdievorliegendenZahlenscheintdenDoktor/inn/enderRechte derErwerbdes staatswissenschaftlichenDoktorats schließlichaberdochnicht gar so »billig« imSinne von»leicht« gefallen zu sein.Dennvonden imUnter- suchungszeitraum 936 promovierten Staatswissenschafter/inn/en finden sich lediglich 36 (das sind 3,85Prozent), die bereits zuvor auch das Studium der Rechte absolviert hatten,wasdieRichtigkeit vonNeurathsBeobachtung (»Das tatendamalsviele«)dochfragwürdigerscheinenlässt. 15vonihnenhattenihren Dr.rer.pol. imRahmenderVollzugsanweisungvon1919erworben93, 21mittels derAnrechnungsbestimmungenvon1926. Jene 36 »Billigdoppeldoktoren«, im Übrigenbis auf eineFrauausschließlichMänner,waren:94 PaulAntosch,ausWien,promoviertzumJDr.am24.Jänner1930,zumDr.rer.pol.am 18. Juli 1932. LudwigBäuerle,ausWien,promoviertzumJDr.am13.März1934,zumDr.rer.pol.am 3. Juli 1937. PeterBerger, ausBadenbeiWien,promoviert zumJDr.am21.Februar1921, zumDr. rer.pol. am11.Dezember1924.95 EberhardBirnbacher, ausVillach, promoviert zum JDr. am20.Dezember 1934, zum Dr. rer. pol. am12.November1937. KarlDrechsler,ausWien,promoviertzumJDr.am18.Dezember1928,zumDr.rer.pol. am17. Juli 1930. EugenEhrmann-Ewart,ausWien,promoviertzumJDr.am25.März1930,zumDr.rer. pol. am3. Juli 1933. 92 Neurath,OttoNeurath225. 93 Überden inderVollzugsanweisungnicht ausdrücklichgeregeltenAnrechnungsmodus für bereits promovierte Jurist/inn/enwährendder Jahre 1919bis 1926 informiert z.B. derRi- gorosenakt desRechtsanwaltsOskarTrebitsch (UAW, JRASt606), demunterVorlage von zwei Seminar- undvier Proseminarzeugnissen sowie einerDissertationdasNebenrigoro- sumnachgelassenwurde. 94 DieListungerfolgtinalphabetischerReihenfolge;vgl.UAW,JRASt,ältereSerie,Schachtel59 bis 63; sowie Promotionsprotokoll der Staatswissenschaften (UAW,M37.1) undPromoti- onsprotokoll derRechtswissenschaften (UAW,M32.8bisM32.10). 95 Peter Ludwig Berger, geb.7. 11. 1896, wurden lt GZ1309–1939/40 am 8.5. 1941 beide Doktorgrade entzogen. Erst 62 Jahre später, am 10.4. 2003wurden ihmdiese gemäßBe- schluss des SenatsUOG1993 (IV.2.GZ140–2002/03:NichtigerklärungderAberkennung akademischerGrade aus politischenGründen in derNS-Zeit) rückwirkend vomTage der Aberkennungwiederverliehen. DasStudiumderStaatswissenschaften210
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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