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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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StaatswissenschaftlichenFakultät:»DergefertigteDr.iur.MaxHitschmann[…] hatvorderPromotiondieapprobierteDissertationimDruckzuveröffentlichen. Er bittet, diese Drucklegung ihm nachsehen zuwollen und begründet dieses Ansuchenwie folgt: […]DieseArbeit stehtmit der künftigenberuflichenTä- tigkeitdesGesuchstellers imengstenZusammenhang,daer versuchenwill, als BuchsachverständigerundOrganisatoreineStelle zuerlangen,bzw.wurde ihm einesolchenachErlangungdesDoktoratesinsichereAussichtgestellt […]Eine Veröffentlichung der Arbeit ist aber gegenwärtig nicht durchzuführen. Denn trotzeifrigsterBemühungenkonntederGesuchstellerbisherkeinenVerlegerfür dieArbeit finden.DieDrucklegungwurdedeswegenabgelehnt,weil dieArbeit nur ein ganzkleines Spezialgebiet betrifft unddies in rein theoretischerWeise behandeltwurde.Eswirddeswegenbefürchtet,dasseinderartigesBuchkeinen Absatz findenwürde.EineVeröffentlichungganzoder teilweise imSelbstverlag ist auch nichtmöglich, weil demGesuchsteller die hierzu nötigenMittel, die nachAngabenvonDruckernweitmehrals2.000,–öSbetragen, fehlen.Obwohl derGesuchstellerbisherkeineBefreiungvomKollegiengeldhatte, isternicht in derLage,diesenBetragoderauchnureinenBruchteilhiervonaufzubringen.Es liegendemnachdieVoraussetzungendes§10Abs. 4vor […]« Am6. Juli1929erhieltMaxHitschmann,dessenDissertationeinstweilenmit »gut« benotet und er damit zumRigorosumzugelassenwordenwar, aus dem Dekanat die Erlaubnis, »anstatt der ganzen Dissertation bloss einen Auszug daraus imMindestumfangvonzweiDruckbogenzuveröffentlichen. Siehaben sich zudiesemZweckevorerstmit denbeidenHerrenBegutachtern IhrerDis- sertation ins Einvernehmen zu setzen.« Da die Dekanatsakten und damit die weitereKorrespondenz imZweitenWeltkrieg verbrannt (worden) sind, konnte bislang nicht eruiert werden, warumHitschmann trotz dieses Entgegenkom- mens erst am 22.März 1933 promoviert wurde. Es kann vielleicht aufgrund HitschmannsimBriefgeschilderterfinanziellerSituationangenommenwerden, dass ihm selbst die Drucklegung eines Auszugs nicht früher als im Jahr 1933möglich war. Denn in derWiener Universitätsbibliothek findet sich je- denfalls eine aus 1933 stammende Veröffentlichung seiner Dissertation im Selbstverlag, dienunsogar31Seitenumfaßt.115 Wie sich die Abfassung einer staatswissenschaftlichenDissertation gestaltete, bevorüberhauptaneineDrucklegungunddiedamitentstehendenProblemezu denkenwar, soll imFolgendenerläutertwerden. 115 Hitschmann,Auszugausder Inauguraldissertation. DasStudiumderStaatswissenschaften218
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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