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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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›bread and cheese‹ country, typically Balkan, andhe sees its cultural develop- mentdwindle to avery lowpoint […]TheUniversityhasbeenhaving student troublesandhasbeenshutforsometime[…]Thedifficultieswerenationalistic andanti-Jewishincharacter[…]IseenofeasibleprogramfortheFoundationat Vienna.«201 TrotzdiesesabschlägigenBerichtswarbendieösterreichischenVertreterder Rockefeller Foundationweiterhin fürdas Institute of Social Sciences, vor allem deshalb, weil sich Österreichs Wissenschaftssystem selbst nicht länger auf- rechterhalten können würde. Insbesondere die Machtergreifung Hitlers in Deutschland vergrößerte wieder die Chancen für eine Rockefeller-Förderung einesösterreichischen Instituts, denn–soVanSickle ineinemSchreibennach NewYork– jenes Institut inWiensei»themostconstructive thingwecoulddo downthere«unddeshalb»wemaybe justified inbacking frankly theminority liberal element«202. Schließlichnoch imHerbst 1933konnteVanSickledetaillierteVerhandlun- gen mit den Wienern aufnehmen; allerdings waren nunmehr – nach dem WeggangHayeksnachLondonundderbevorstehendenAbwesenheitMises’,der ab1934 inGenfunterrichtenwürde–anderePersonenfederführendgeworden, nämlichAlfredVerdroßundFerdinandDegenfeld-Schonburg.Über Letzteren hattesichVanSicklenochwenigeJahrezuvorsehrabfälliggeäußert,dochhatten eben in den frühen 1930er Jahren die herausragendsten und innovativsten Wissenschafter/innenWienmeist schon verlassen. Auch das Forschungspro- gramm änderte sich mit den neuen Komiteemitgliedern und umfasste nun »Constitutional and International Law, Modern Political and Social History, EconomicPolicy«,was jedoch inhaltlichnichtmehr vielmitder imMemoran- dumontheSituationofResearchinSocialSciencesinAustriagefordertensozial- und politikwissenschaftlichen Ausrichtung gemein hatte. Tatsächlichwar das neueProgrammdesKomitees (demnebenVerdroß,Degenfeld-Schonburgund PrˇibramauchderkatholischePriesterundEthnologeWilhelmKopperssowieals Sekretär der Historiker Friedrich Engel-J‚ nosi, ein Schüler Prˇibrams, ange- hörten)wenigoriginelloderimpulsgebend–underinnertdamitfrappantandie Einführung des staatswissenschaftlichen Doktoratsstudiums rund 15Jahre zuvor.Wieder einmalwar zukunftsweisende sozial- undpolitikwissenschaftli- cheForschungerfolgreichverhindertworden. DennochstelltedieRockefellerFoundation imWinter1933/34Förderung in Aussicht,nichtzuletzt,umdie früherenRockefellerFellows,die (noch) inWien 201 SelskarM.GunnanMaxMason,10.2.1932(zit.n.Fleck,TransatlantischeBereicherungen 171). 202 JohnVanSickle anEdmundE.Day, 10.10. 1933 (zit.n. Fleck, TransatlantischeBereiche- rungen172 f). ErstesAddendum:DieAnfängederPolitikwissenschaft 247
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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