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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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ZweitesAddendum:DieAnfängederZeitungswissenschaft im UmfeldderRechts-undStaatswissenschaftlichenFakultät (ThomasOLECHOWSKI) Kurz ist hier auch auf die Bemühungen zwischen 1918 und 1938, das Fach »Zeitungswissenschaften« an der UniversitätWien zu etablieren, einzugehen, zumal dies auch die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät zumindest tangierte. Hatte es sich doch gezeigt, »das ein in den letzten Jahren immer grösserer Teil der Absolventen des staatswissenschaftlichen Studiums in Er- mangelung andererVerwertungsmöglichkeiten dieses Studiums sich der jour- nalistischenTätigkeit«zuwandte,233undhatten inDeutschlandbereitsmehrere Universitäten ein entsprechendes Studium eingeführt – teils an der philoso- phischen (München), teils aber auch anderRechts- und Staatswissenschaftli- chenFakultät(z.B.Münster,Königsberg).234AnderUniversitätWienbemühten sichv.a.WilhelmBauervonderphilosophischen235sowieViktorMatajavonder Rechts- undStaatswissenschaftlichenFakultät umdieses neue Fach, und1925 veröffentlichteHansSperl im»NeuenWiener Journal«einenArtikel, indemer eine»HoheSchuledesZeitungswesens«propagierte.236Am14.November1928 fand imUnterrichtsministeriumunterdempersönlichenVorsitz desMinisters Richard Schmitz – der selbst in jungen Jahren für verschiedene katholische Zeitungen als Journalist tätig gewesenwar – eine Besprechung zwischen Pro- fessorenderUniversitätWien,derTechnischenHochschuleundderHochschule fürWelthandelstatt.DieRechts-undStaatswissenschaftlicheFakultätwardabei durch die Professoren Degenfeld-Schonburg, Hold-Ferneck, Mayer, Spann, StrisowerundVerdroßvertreten,undeswurdeÜbereinkunftdarinerzielt,dass eine »Ausbildung für den Zeitungsberuf« im Rahmen der bestehenden Uni- versitätsstruktur eingerichtet werden solle.237 Praktisch zeitgleich, am 16.No- vember, veranstaltete jedoch dieWiener Handelskammer ebenfalls eine Ver- anstaltung zur selbenFrage, anderHansMayer alsVertreterder Fakultät teil- nahm, und die in die Richtung zielte, dass die Handelskammer selbst eine Ausbildung für Journalisten organisieren solle.238Wohl nicht zuletzt aufgrund dieserunklarenKompetenzlageschlepptensichdieweiterenBeratungendahin; 233 AntragderProfessorenMayerundDegenfeld-Schonburgvom16.2.1933,zuZ400/1930, in ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton608,Zeitungskunde. 234 AusführlichKniefacz, Zeitungswissenschaft 28ff. 235 Vgl.zurEntwicklungdesFachesandieserFakultätDuchkowitsch,Zeitungswissenschaft. 236 Kniefacz, Zeitungswissenschaft 94f. 237 Vgl. dieAusführungen imAntragderProfessorenMayerundDegenfeld-Schonburgvom 16.2.1933, zu Z 400/1930, inÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ.Wien, Karton 608, Zei- tungskunde. 238 Kniefacz, Zeitungswissenschaft 97ff. ZweitesAddendum:DieAnfängederZeitungswissenschaft 257
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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