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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Staatsgymnasium,9 studierte anschließend inWienRechtswissenschaften und promovierte am 1877 zum JDr. Während seiner Studienzeit wurde Wlassak besonders durch denRomanistenAdolf Exner beeinflusst, dessen Seminar er auchbesuchte:»Seine[Anm:Exners]Vorträgeundvorallemseineimkleinsten Kreise imeigenenHausundGartengegebeneEinführung indieGedankenwelt derklassischenJuristenanderHandderTextehabenimSchülerdenLebensplan reifen lassen, allenFleißdemStudiumdes römischenundgemeinenRechts zu widmen.«10MitHilfe einesReisestipendiums verbrachteWlassak nach kurzer TätigkeitalsRechtspraktikantundVerwaltungsjuristeinSemester inGöttingen imromanistischenSeminarvonRudolfv.JheringundeinSemesterinBerlinbei Carl Georg Bruns.Während dieser Studien beabsichtigteWlassak eine juris- tisch-dogmatischeArbeit zur negotiorumgestio zu verfassen –bevor er diese jedochfertiggestellthatte,wurdeeinanderesWerk11zudiesemThemapubliziert undWlassak entschloss sich, die historische Einleitung zu seinembereits be- gonnenenManuskript auszubauen und verwarf den juristisch-dogmatischen Teil. DieseArbeit, publiziert unter demTitel »ZurGeschichte derNegotiorum Gestio«, legteeralsHabilitationsschriftanderWienerFakultätvorunderlangte imMärz 1879 die venia legendi für römisches Recht.12Ein halbes Jahr später wurde er außerordentlicher Professor in Czernowitz, weitere Stationen seiner akademischenLaufbahnwaren1882Graz (zunächst als außerordentlicher, seit Oktober 1883 als ordentlicher Professor), 1884 Breslau (1887/88 und 1891/92 Dekan), 1895Straßburg (1896/97Senator)bis er schließlichmitderEntschlie- ßungvom4.Oktober1899zumordentlichenProfessordesrömischenRechtsan der Universität Wien ernannt wurde.13Weitere Berufungen nach Greifswald, BonnundMünchen lehnteWlassakab,14konntediese abernützen, uminPar- allelverhandlungenseinGehaltanderUniversitätWienzuverbessern.15Anden verschiedenenUniversitätenkonnteereinigeFreundschaftenimJuristenkreisen schließen: uamit Emil Schrutka vonRechtenstamm in Czernowitz, mit Emil Strohal inGraz,mitHermannSeuffertundFelixDahn inBreslauundmitOtto LenelinStraßburg.16InWientratWlassakdieNachfolgevonLudwigMitteisan– Wlassakwarprimo loco,Hanausek secundo locovorgeschlagenworden.17Die 9 Einer seinerMitschüler war der erste tschechoslowakische Präsident Tom‚ sˇ G.Masaryk. 10 Wenger,Nachruf aufWlassak265. 11 Monroy,DievollmachtloseAusübung fremderVermögensrechte. 12 Wesener,RömischesRecht61. 13 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton615,PersonalaktWlassakMoritz. 14 Wenger,Nachruf aufWlassak266. 15 A.u. Vortrag vom9.12.1908,ÖStAAVA,Unterricht Allg., Univ.Wien, Karton 615, Perso- nalaktWlassakMoritz. 16 Wesener,RömischesRecht61 f;Wenger,NachrufaufWlassak267.WlassakschlugOtto Lenel1921und1922zumMitgliedderAkademiederWissenschafteninWienvor.Vgl. 700. 17 BrünnerTagesbotevom31.7. 1899,Nr.172, S. 3. RömischesRecht 265
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938