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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Seite - 268 -
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Wintersemester die sechsstündige Vorlesung »Institutionen des römischen Rechts« und im Sommersemester jeweils die »Einführung in das heutige Pri- vatrecht auf römischer Grundlage« – zumeist auf allgemeine Lehren und das Sachenrechtbeschränkt–an.DanebenveranstalteteerromanistischeÜbungen. Nach seiner Emeritierung bot er weiterhin bis zumWintersemester 1934/35 zweistündige Pflichtübungen bzw. Seminarübungen als Honorarprofessor an. Wlassakverstarbam24.April 1939aneinemSchlaganfall. b) Paul Jörs Paul Jörs kamam8.Oktober 1856 als SohndesKaufmannsHeinrich Jörs und dessen FrauPauline (geb. Rassow), die fünfTage nachderGeburt des Sohnes starb, imdamalspreußischenDemmin[Dyminek/PL]zurWelt.Erbesuchtedas Gymnasium inStralsund, abOktober 1872 inWeimar.Ab1876 studierte er in Bonn zunächst Geschichte, ab dem zweiten Semester Rechtswissenschaften unter anderem bei Roderich Stintzing, der ihn in seiner wissenschaftlichen Laufbahnprägte.37Erabsolvierte vier Semester inLeipzigbeiBernhardWind- scheid undAdolfWach. Sowohl inBonn als auch in Leipzig arbeitete Jörs am HistorischenSeminarbeiCarl vonNoorden.1880machte erdie Staatsexamen undwarbis1883alsReferendartätig.MitseinerSchrift»ÜberdasVerhältnisder LexJuliademaritandisordinibuszurLexPapiaPoppaea«38wurdeer1882zum Doktor derRechte inBonnpromoviert. VierWochennachder Promotion er- folgtedieHabilitation für römischesRechtmit einer ungedrucktenSchrift zur Geschichte der Augusteischen Ehegesetzgebung.39 Im September 1885 wurde JörsaufeinOrdinariatnachKielberufen,er tratdieseseinenMonatspäteran.40 1887warerDekaninKiel,ab1888warerordentlicherProfessorinGießen,woer 1891/92dasAmtdesDekansund1892/93dasAmtdesRektorsbekleidete. 1896 wurde Jörs zumordentlichenProfessor für römischesRecht undbürgerliches Recht inBreslauernannt, imStudienjahr1902/03warerDekander juridischen Fakultät. 1905wurdeJörsalsNachfolgerWengersnachWienberufen,woerbis zu seinem Tode 1925 lehrte. Im Dezember 1919 wurde Jörs der Titel eines Hofrates verliehen.41Für das Studienjahr 1923/24wurde Jörs zumSenator ge- wählt.BeiderWahlzumDekanfürdasStudienjahr1924/25,diedemBrauchder 37 Wlassak,Nachruf aufPaul Jörs 242 f. 38 Jörs,VerhältnisderLex JuliademaritandisordinibuszurLexPapiaPoppaea. 39 LautWlassakhandelteessichdabeinichtumseineDissertationsschrift.Wlassak,Nachruf aufPaul Jörs243 f. 40 Wlassak, Nachruf auf Paul Jörs 244; Jörs Paul, in:ÖBLIII (Wien 1962) 121; 1886 gibt WolfgangKunkel, Jörs,Paul, in:NDBX(Berlin1974)464an. 41 EntschließungdesPräsidentenderKNVvom5.12.1919,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ. Wien,Karton611,Personalakt JörsPaul. Die rechtshistorischenFächer268
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938