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SohnWolfgangJörsfielimMai1915inAilly.49Ende1924verlorJörsseineGattin,
die nachmehrjährigerKrankheit starb, er selbst litt seit Jahren bereits anAr-
teriosklerose,50derer am26.September1925erlag.
c) Friedrich (von)Woess51
FriedrichWoess kam am2.Oktober 1880 als Sohn des späterenHofrates am
OberstenGerichtshofFriedrichv.WoessundseinerEhefrauMaria(geb.Zeidler)
inWienzurWelt. ErmaturiertemitAuszeichnungamStaatsgymnasium im8.
Bezirk (ehemaliges Piaristengymnasium) 1899, gemeinsammit seinemSchul-
kollegenKarlSatter.WährendseinesStudiumsderRechtebesuchteWoessu.a.
Lehrveranstaltungen bei Armin Ehrenzweig. Er fühlte sich von diesem »be-
sondersangezogen«, jedochwarWoess»[b]ei seinenvonEhrenzweig angereg-
tenStudien[…]klargeworden,daßeinvollesVerständnisdesgeltendenRechts
nur durch gründliche Erforschung seiner geschichtlichen Grundlagen, na-
mentlichdesrezipiertenrömischenRechtesgewonnenwerdenkönne.«52Woess
bestand alle Prüfungen imRahmen seines Studiumsmit Auszeichnung – auf
eine Promotion sub auspiciis verzichtete er jedoch, da die Erledigung seines
diesbezüglichenAntragesaufsichwartenließ.SowurdeerimJuli1904zumJDr.
promoviert.ErbesuchteSeminarebeiWlassakundSchey,unternahmmiteinem
Reisestipendium1904/1905eineStudienreisenachLeipzigzuEmilStrohalund
LudwigMitteis und reiste anschließend nachBerlin zuOttoGierke und Josef
Kohler.VierJahrespäter folgteeineweitereBildungsreisenachFreiburgi.Br.zu
OttoLenel.
Über den BeginnWoess’ wissenschaftlicher Studien schrieb Schönbauer:
»FürdieRichtungseinerwissenschaftlichenArbeitenwurdeeinStudienerlebnis
von Bedeutung: bei der rechtshistorischen Staatsprüfung erhielt er Auszeich-
nungausdemdeutschenRechte,nichtaberausdemrömischenzuerkannt.Die
Frage, die ihm bei Czyhlarz die Auszeichnung versperrte, betraf die querela
inofficiosaedotis.Daswarder ersteAnstoß für seine späteren, so fruchtbaren
Untersuchungen der querela inofficiosi testamenti.«53Eines seiner ersten For-
schungsthemen war das »Problem des Schutzes der Erbanwärter«54 – er be-
49 GenTeam [http://www.genteam.at – abgerufen 18.12. 2013], NFP Sterbeanzeigen, Daten-
satznummer21165.
50 Kalwoda, Ernst Schönbauer289.
51 DerName findet sich inverschiedenenVariationen:Woess,Wöss,Woeß.Hierwird abge-
sehen von wörtlichen Zitaten die Schreibweise Woess als am häufigsten vorkommende
übernommen.
52 Brassloff,NachrufFriedrichWoeß175,vgl.dazuauchOberkofler/Goller,Geschichte
derUniversität Innsbruck248 f.
53 Schönbauer, Friedrichv.Woess234.
54 Ebd.235. Die
rechtshistorischenFächer270
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Titel
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Autoren
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 838
- Kategorie
- Recht und Politik