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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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wohl alsVorlesungenals auchals (Pflicht)Übungen.Danebenbot erVorlesun- gen zumdeutschenbürgerlichenRecht, teilweisemit ausdrücklichemHinweis »für reichsdeutscheHörer«, an.Weitere Schwerpunkte in der Lehre, die auch seinenForschungsinteressenentsprachen,warendiePapyrusforschungunddas Agrarrecht. Er veranstaltete Vorlesungen zur »Geschichte des römischen Agrarrechts als Argrarprobleme der Gegenwart« und Seminare für Papyrus- forschung, die er zu Beginn nochmit Jörs gemeinsam hielt. Nach dem »An- schluß«lehrteSchönbauer–bedingtdurchdieÄnderungenimStudienplan113– verstärkt dogmatische Fächer, 1940 konnte er die Errichtung des Instituts für Bauern-,Wirtschafts-undArbeitsrechtdurchsetzen.114 EinerderForschungsschwerpunkteSchönbauerswardasBergrechtzwischen AntikeundMittelalter.BereitswährenddesStudiumshatteerrechtshistorische Studien zum diesem Thema betrieben—1912 und 1913 gewann er den Sa- mitsch-Preis für Bergrecht mit seinen Schriften zur lex Metalli Vipascensis. AuchbeimerstenDeutschenRechtshistorikertag1928behandelteerdasantike Bergrecht und »kamzumErgebnis, daß zwar einewirtschaftlicheKontinuität auf dem Gebiet des Bergwesens einwandfrei nachweisbar sei, daßman aber darausnicht eineAbhängigkeit desmittelalterlichenBergrechts vondenberg- rechtlichenBildungenderAntike folgerndürfe.«115Eine umfassendeAbhand- lung Schönbauers zumantikenBergrecht erschien 1929 unter demTitel »Bei- trägezurGeschichtedesBergbaurechts«.WeitereForschungsgebietestelltendas Bodenrecht – insbesondere die »urkundlicheDokumentationdes antikenLie- genschaftsverkehrs«116 – und die »öffentlich-rechtlichen Aspekte des papyro- logischenQuellenbereiches«dar,117dieseUntersuchungen resultierten in einer KritikLudwigMitteis’undführtenSchönbauerweiterzurBeschäftigungmitder Munizipalverfassung.118 Ein weiteres Forschungsthema war das antike Pro- zessrecht:SchönbauersArbeitenstandeninsoferninder»starkenTraditionder romanistischenLehrstühleWiens«.119 1933wurdeSchönbauerzumkorrespondierendenMitgliedderAkademieder Wissenschaften inWiengewählt.DerWahlvorschlagwurdevonMorizWlassak eingebrachtundvonAdolfWilhelmunterstützt.120 ImNovember1938wurdeer 113 Meissel,Wedrac,RömischesRecht47–49. 114 Kalwoda, Ernst Schönbauer 302. In diesem Institut wurde Ludwig Adamovich sen. beschäftigt.Vgl. Staudigl-Ciechowicz,VonAdamovichbisPfeifer225. 115 Kunkel, Bericht801; vgl. auchFeine, Bericht673. 116 Mayer-Maly, Ernst Schönbauer zumGedächtnis 627. 117 Ebd.628. 118 Sobspw.Schönbauer,Municipia. 119 Mayer-Maly, Ernst Schönbauer zumGedächtnis 629. 120 Soscheinen lediglichdiebeidenalsVorschlagende indenWahlaktenauf.AÖAW,Wahlen 1919–1936, 1933. Kalwoda führt alsAntragsteller zusätzlichWenzelGleispach,Heinrich Die rechtshistorischenFächer280
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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