Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Seite - 282 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 282 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Bild der Seite - 282 -

Bild der Seite - 282 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text der Seite - 282 -

DeutschenKlub–imApril1934spracherdortzuagrarischenFragenundlobte dabeidas (antisemitische)deutscheReichserbhofgesetz aus1933.128 Ende 1938 heiratete Schönbauer Karoline (geb. Reichel),mit der er bereits sechsKinderhatte,essolltennachderEheschließungnochzwei folgen.129Nach 1945 wurde Schönbauer wegen seiner nationalsozialistischen Vergangenheit pensioniert.130Erstarbam3.Mai1966andenFolgeneinesNierenversagens.131 f) StephanBrassloff132 StephanBrassloffkamalsSohndesKaufmannsJacobBrassloffundseinerGattin AugusteTritscham18. Juni1875inWienzurWelt.NachseinemSchulbesuchin PragundWienstudierteBrassloffRechtswissenschaftenanderWienerFakultät undpromovierteimFebruar1898.EsfolgtenderGerichtsdienstundeinigeJahre Konzipientenzeit. Mit einem Reisestipendium finanzierte sich Brassloff 1902 einenAufenthalt inLeipzig bei LudwigMitteis, dessenLehrveranstaltungen er bereitswährenddesStudiumsinWienbesuchthatte.133Dortentstandauchseine Habilitationsschrift »Zur Kenntnis des Volksrechts in den romanisirten Ost- provinzendes römischenKaiserreichs«,mitderer sich imHerbst 1903 fürdie Rechtsgeschichte des Altertums habilitierte. Neben Ludwig Mitteis zählte Brassloff auch denEpigraphiker EugenBormann zu seinen Lehrern. ImMärz 1910wurdeseinevenia legendiaufRömischesRechtausgedehnt, imSeptember 1911 erfolgt dieVerleihung des Titels eines außerordentlichen Professors. Be- reitsseit1906hatteBrassloffeinenLehrauftraganderWienerHandelsakademie, wo er Handelsrecht und Verfassungsrecht unterrichtete. Von diesen beiden Tätigkeit ließessichganzgut leben,sobemerkteFriedrichBrassloff:SeinVater »hat eine großeHörerschaft gehabt, undhat sichwirklich nicht umeine Pro- fessur gerissen,weil ermit denvielenKollegiengeldern –daswar noch inder Vorkriegszeit–mehrverdienthat,alswennerProfessorgewesenwäre.«1341919 wurdeBrassloff zumExtraordinarius ernanntund ihmeineLehrverpflichtung vonsechsSemesterstundenauferlegt. IndenVorlesungsverzeichnissen scheint 128 MDK4–6(Juni1934)5. 129 Kalwoda, Ernst Schönbauer284. 130 Vgl. dazu ausführlichKalwoda, Ernst Schönbauer 303–311; Schartner, Staatsrechtler 270–295. 131 Kalwoda, Ernst Schönbauer312. 132 Meissel, Wedrac, Römisches Recht 54–56; Meissel, Römisches Recht und Erinne- rungskultur; Thomas Olechowski, Brassloff Stephan, in:ÖBL-online [http://www.bio graphien.ac.at/oebl/oebl_B/Brassloff_Stephan_1875_1943.xml – abgerufen 18.12. 2013]. 133 Lebenslauf Brassloffs von 1906, abgedruckt in: Meissel, Römisches Recht und Erinne- rungskultur33. 134 InterviewmitFriedrichBrassloffdurchgeführtvonKonstantinKaiser1984, [http://access. cjh.org/429549–abgerufen18.12. 2013]S. 6. Die rechtshistorischenFächer282
zurück zum  Buch Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938