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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Zallinger203 beiden Materien widmeten. Allerdings war die Österreichische ReichsgeschichtevonAnbeginnanstarkhistorischausgerichtet,undauchviele HistorikerspieltenhiereinebedeutendeRolle,soinsbesondereAlfonsHuber,204 der1895einLehrbuchzudiesemThemengebietverfasste,dasnachseinemTod noch eine zweite, vonAlfonsDopsch205 betreute Auflage erlebte.206 Ein Paral- lelwerkwurdeebenfalls1895vonLuschinveröffentlicht,auchdieseserlebteeine Zweitauflage, und zwar 1918.207DerZusammenbruchderMonarchie in jenem Jahr stellte die Sinnhaftigkeit desFaches »ÖsterreichischeReichsgeschichte«– imSinne einer gemeinsamenReichsgeschichte derAlpen-, Sudeten- undKar- patenländer – radikal in Frage. Nichts beweist dies besser als das ab 1894 in Lieferungen erscheinende, monumental angelegte Lehr- und Handbuch des PragerOrdinarius EmilWerunsky, das unvollendet blieb unddie böhmischen undungarischenLänder–entgegenseinesursprünglichenPlanes–nichtmehr behandelte.208 2. DieProfessorenundDozenten1918–1938 a) Überblick ZuBeginnderhierdarzustellendenPeriodewarendieFächerDeutschesRecht undÖsterreichische Reichsgeschichte relativ stark, nämlich durch gleich drei Ordinarien, Ernst (Freiherr von) Schwind, Sigmund Adler und Hans (von) Voltelini, sowie einen Extraordinarius, Emil Goldmann, vertreten. Zudem wurden rechtshistorischeVorlesungenvondreiweiterenDozenten angeboten: Es waren dies Robert Bartsch, Karl GottfriedHugelmannundAlexander G‚ l. Vielleicht gerade, weil es kurz vor demKrieg verhältnismäßig viele Habilita- 203 27.11. 1856–12.5. 1933. 204 14.10. 1834–23.11. 1898, vgl.AlfonsHuber, in:ÖBLII (Wien1959)442 f. 205 14. 6. 1868–1.9. 1953, vgl. Otto Brunner, DopschAlfons, in: NDB IV (Berlin 1959) 77. 206 Huber,Dopsch,Reichsgeschichte. 207 Luschin,ÖsterreichischeReichsgeschichte. 208 Werunsky, Reichs- undRechtsgeschichte. Bis zumEndederMonarchie erschienen acht Lieferungenmit zusammen640Seiten, indenenWerunskynicht einmaldieVerfassungs- undVerwaltungsgeschichte der Alpenländer imMittelalter vollständig dargestellt hatte. Zwischen 1921 und 1931 erschienen noch drei weitere Lieferungen, in denenWerunsky immer weitereDetails zurVerwaltungsgeschichte des zuletzt behandelten Landes, Tirol, brachte.ObwohlProfessor inPrag,wollteeroffenbarseinursprünglichesVorhaben,auch dieböhmischenLänder in seineDarstellungeinzubeziehen,nicht inAngriffnehmen.Auf weitereLehrbücher,dieu.a.auchinpolnischerundtschechischerSpracheerschienen,soll hier nicht eingegangenwerden; vgl. dazuHochedlinger,Winkelbauer, Verfassungs-, Verwaltungs-undBehördengeschichte. DeutschesRechtundÖsterreichischeReichsgeschichte 295
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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