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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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darin gesehen, dass er darin die Bedeutung Wiens »für die Geschichte des Vordringens des Deutschtums [imMittelalter] nach dem Südosten« hervor- hob.234 In geringeremMaße beschäftigte sich Voltelini mit der neuzeitlichen Rechtsgeschichte; hervorzuheben ist aber seine Monographie zum Tiroler Aufstand1809.235 1903 wurde Voltelini korrespondierendes, 1909 wirkliches Mitglied der AkademiederWissenschaftenzuWien.236AlssolchesgehörteerderWeistümer- undUrbarkommission,welche einschlägigeRechtsquellen edierte,237 sowieder Kommission für die Savigny-Stiftung238 an. In den Akademiesitzungen der Zwischenkriegszeit berichtete er regelmäßig über seine eigenen Arbeiten an einerEditiondesKaiserlichenLand-undLehnsrechtsbuchdes13.Jh.(demsog. Schwabenspiegel), die er für dieMonumentaGermaniaeHistorica vorbereite- te.239Vielleicht waren es die negativen Erfahrungen, die seinKollege Schwind hier gemacht hatte, die Voltelini zu besonderer Vorsicht anhielten; jedenfalls erschien die Edition des Schwabenspiegels zu seinen Lebzeiten nichtmehr.240 HansVoltelinihegteein»verständnisvolles Interesse fürMusik«undwarein »vielgewanderter Kenner der Alpenwelt«; sein Biograph Redlich hielt es für »erstaunlich,wiederkleine,zartgebauteMann,dernochdazustarkkurzsichtig gewesen, die schwierigsten Bergtouren bewältigt hat.«241 Voltelini starb am 25. Juni 1938 inWien. d) SigmundAdlerundEmilGoldmann Kürzer können die Lebensläufe der Professoren Sigmund Adler und Emil Goldmanngehaltenwerden, zumalbeide trotz großerAnstrengungennicht zu einemvergleichbarenAnseheninderscientificcommunity ihrerZeitgelangten 234 Klebel, ZurFrühgeschichteWiens7. 235 Voltelini,GeschichtedesTirolerAufstandes; vgl. auchders., CodexTheresianus. 236 ZuseinerNetzwerktätigkeit inderAkademiederWissenschaftenzuWiensieheunten699. 237 Allerdings keine imZeitraum1918–38:Der elfte,NiederösterreichbetreffendeBandder »Österreichischen Weistümer« erschien 1913, der zwölfte Band, mit dem die Edition oberösterreichischerWeistümerbegonnenwurde, 1939. 238 Diesewar1864zurVerwaltungeinesdamalsnamhaftenVermögenseingesetztworden,das jedochdurchdie Inflation 1923dahinschmolz. Sie entwickelte in derZwischenkriegszeit keinenennenswerteTätigkeit.Vgl.Ogris, Savigny-Stiftung. 239 Anzeigerderphilosophisch-historischenKlassederAkademiederWissenschafteninWien Bd.56 (1919)33;Bd.58 (1921)6;Bd.59 (1922)29etc. 240 Erst 1954 gab AnnaHedwig Benna – »unter Benützung der Vorarbeiten vonHans von Voltelini,AntonPfalz,ErnstKlebel,HansLentze«–dieKurzformdesLandrechtsteils des Schwabenspiegels für dieMGHinDruck (alsMitherausgeberwurde der kurz zuvor ver- storbeneHansPlanitzgenannt);dochwurdedieKritikschonwährendderDrucklegungso laut, dass die gesamteAuflagenochvorVeröffentlichung»eingestampft«werdenmusste. 241 Redlich,HansvonVoltelini 334. Die rechtshistorischenFächer300
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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