Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Recht und Politik
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Seite - 318 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 318 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Bild der Seite - 318 -

Bild der Seite - 318 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938

Text der Seite - 318 -

garischenLänder.BreiterRaumwurdederpolitischenundderMilitärgeschichte gewidmet, u.a. wurde der Schlachtenverlauf des Siebenjährigen Krieges über eineinhalb Seiten detailliert geschildert; und auch das persönliche Verhältnis Maria Theresias zu ihremGemahl, in dem sie zwar »keinen grossenPolitiker, aber einenMenschen andem ihr ganzesHerz hing«, besaß,343blieb nicht un- erwähnt.Dagegenwurdendie letztensiebzigJahre(1867–1937)aufwenigerals zweiSeitenabgehandelt;dochimmerhinfandnochderdeutsch-österreichische Zollunionsplan von 1931 Erwähnung. Er wurde als vorbildlich für ein gutes Verhältnis zwischen Deutschland undÖsterreich dargestellt. »Dann aber hat eine scharfeUnifikationdesDeutschenReiches eingesetzt, die für eine Eigen- ständigkeit der Stände keinenPlatz liess« –mit diesenWortenwurde dieNS- Machtergreifung angedeutet. Im Kampf für die Selbständigkeit sei Engelbert Dollfuß, neben Seipel und Schober die »3. der tragenden politischen Persön- lichkeiten [Österreichs] […] gefallen.«344UnddieDarstellung schlossmit den Worten: »Österreich […] wird auch in Zukunft seine deutsche Missionmit stolzemBewusstseinerfüllen, auf einenVorpostendesDeutschtumsgestellt, in unendlicher Liebe zur deutsch-österreichischen Heimat, seiner Religion und zumdeutschenVolk.«345 Spezialvorlesungenwurden in großer Zahl gehalten. So hielt Goldmann in den Sommersemestern dreistündige Vorlesungen über eine Deutsche Rechts- geschichtederNeuzeitundSchwindzweistündigeVorlesungenausDeutschem Sachenrecht, mitunter auch aus Deutschem Familienrecht, wobei er einen Schwerpunkt auf die »neue deutsche und schweizerischeGesetzgebung« (also dasBGB1896unddasZGB1907) legte; dieseVorlesungwurdenachSchwinds Tod vonGoldmannübernommen,wobei er den Schwerpunkt aufABGB 1811 undBGB1896 legte.Hugelmannkündigtewiederholt eine »Lektüre des Sach- senspiegels« an. Bartsch undGoldmann hielten Spezialvorlesungen zur Straf- rechts- und Prozessrechtsgeschichte, Melicher zumDeutschen Familien- und Erbrecht sowieauchzur»RechtsgeschichtedergermanischenUrzeit«. DanebenwurdenvondenmeistenDozentenPflichtübungenzujeweilseinem der dreiHauptgebiete, zuweilen auch »Freiübungen« (derenBesuch nicht ob- ligatorischwar) angeboten. G‚ l hielt fast jedes Semester ein Konversatorium oder Repetitorium, bei dem offenbar der gesamte Prüfungsstoff konzentriert durchgemachtwurde.ProseminareundSeminare rundetendasLehrveranstal- tungsprogrammab. 343 Wachlowski,ÖsterreichischeReichsgeschichte295 f. 344 Ebd. 339. 345 Ebd. 339. Die rechtshistorischenFächer318
zurück zum  Buch Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938"
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938