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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Volkswohlfahrt und zum Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund auf.396 Über seine akademischen Funktionen nach 1938 schriebKöstler 1941: »Beim Umbruch legte ich die Nebenstellungen zurück, wurde aber neu bestellt und sogar eineZeit langmit demVorsitz in sämtlichen akademischenDisziplinar- Ausschüssen betraut. Das Dekanat wurdemir zweimal angetragen, die Deka- natsgeschäftehabe ich tatsächlich eineWeile geführt,mußte sie aber gleichwie dieSeminarleitungwegenÜberbürdungundKränklichkeitniederlegen.Rektor KNOLL bestelltemich zu seinem ständigenRechtsberater und zumUniversi- tätsrechtsrat und beriefmich in den Senat. All diese Stellungen habe ichmit dessen Ausscheiden aus dem Amt niedergelegt. Der gegenwärtige Rektor PERNKOPFhatmich aber wieder bestellt. Außerakademisch bin ichMitglied des Justizprüfungsamtes in Wien.«397 Die Funktionen Köstlers während der nationalsozialistischen Herrschaft fehlen in seiner 1951 verfassten Selbstdar- stellung,Erwähnungfindensie–wennauchnursehrvage imNachrufKrellers, der Köstlers »gründliche Beherrschung des komplizierten Hochschulrechtes« lobend erwähnt, »die ihn [Köstler] auszeichnete, offiziell unter den beiden Rektoraten der Kriegszeit […] seinenwertvollen Rechtsrat allen Trägern der akademischenSelbstverwaltungbereitwillig zurVerfügung«398zustellen. 1946/47 bekleidete er abermals das Amt des Dekans.399 In seinen letzten Lebensjahrenverschlechterte sich seinAugenleiden, so dassKöstler nur noch mitMüheseinerwissenschaftlichenTätigkeitnachgehenkonnte.4001947wurde Köstler zumwirklichenMitglied derÖsterreichischenAkademie derWissen- schaftengewähltalsAnerkennungseinerForschungenzumKirchenrecht, aber auchzumZivil-undVerwaltungsrecht.401 1949wurdemit seinerUnterstützung die »Österreichische Gesellschaft für Kirchenrecht«gegründet.KöstlerswissenschaftlicheSchwerpunktebildetendas Postrecht, das geltendeKirchenrecht und die Rechtsgeschichte. Besonders in- tensivbeschäftigteersichmitdemhistorischenundgeltendenEherecht.Bereits seineHabilitationhatte sichmitder väterlichenEhebewilligungbeschäftigt, es folgten Abhandlungen zu Raub-, Kauf- und Friedelehen bei Germanen402, Griechen403undRömern,404aberauchBeiträgezumgeltendenEherecht,diedie 396 Schartner, Staatsrechtler 487. 397 Lebenslauf,AÖAW,PersonalaktRudolfKöstler. 398 Kreller,NachrufKöstler275. 399 Plöchl,RudolfKöstler 39. 400 Feine,NachrufRudolfKöstler IX. 401 Z. 470/47,AÖAW,PersonalaktRudolfKöstler. 402 Köstler,Raub-,Kauf-undFriedelehebeidenGermanen. 403 Köstler,Raub-undKaufehebeidenHellenen. 404 Köstler,Raub-undKaufehebeidenRömern. Die rechtshistorischenFächer326
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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