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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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großenAlterswerk vereinigt, das zugleichdie köstlichste Frucht seinesGeistes undFleißesist, indenbeidenBänden›DieVerhandlungendesKonkordatesvom 18.August 1855‹ (1922) und ›DieKrise unddie Lösung desKonkordates vom 18.August 1855‹ (1932). Sie sindMarksteine der österreichischen geschichtli- chen Rechtswissenschaft, deren Wert unverändert in Geltung steht.«436 Sein »GrundrißdesStaatskirchenrechtes«wareinLehrbuch fürStudenten. Seit 1927warHussarekProfessor für Enzyklopädie derRechts- undStaats- wissenschaften an derKonsularakademie, seit 1932war er Präsident der Leo- Gesellschaft.437UlrichStutzbeschrieb ihn in seinemkurzenNachrufwie folgt: »KirchentreuerKatholikundaltösterreichischerPatriot in einerPersonwar er ein überzeugter Vertreter des österreichischen Staatskirchentums und Staats- kirchenrechtes.«438Hussarekwarseit1898mitFriede(v.)Kühnverheiratetund hatte zweiSöhne.439Erstarbam6.März1935.440 c) AugustPaulLeder August Paul Leder kam am 25. Jänner 1870 in Buchelsdorf [Bukovice, jetzt Ortsteil vonJesen† k/CZ]alsSohndesFabrikarbeitersFlorianLederzurWelt.441 LederstudierteRechtswissenschafteninWien,hörteKirchenrechtbeiKarlGroß und promovierte im Februar 1898. Nach dem Studium war er als Verwal- tungsjurist u.a. bei der Finanzprokuratur tätig, daneben verfolgte er seine wissenschaftlicheArbeit undbefasste sichmit demKirchenrecht insbes. »mit demUrchristentum und der ältesten Kirchenrechtsgeschichte«.442Aus diesen Untersuchungen sollte einige Jahre später seine Habilitationsschrift über die DiakonenderBischöfeundPresbyterentstehen.443SoerinnertesichStutz1930: »Mit fast fertigemManuskript kam er zu mir nach Freiburg i. Br. und ver- öffentlichte dann 1905 in meinen Kirchenrechtlichen Abhandlungen sein bekanntesumfangreichesBuchüberdiesenGegenstand, leiderohnesich inder Freude über das Erreichte dazu entschließen zu können, mancherlei Ballast, derdas Hauptstück beschwerte und verdunkelte, meinem Rate folgend aus- zuscheiden.«444 1906 wurde Leder die venia docendi für Kirchenrecht erteilt, alsGutachter seiner Habilitationsschrift fungierten Karl Groß und Ernst 436 Plöchl,MaxHussarekals akademischerLehrer90. 437 WillibaldPlöchl,HussarekvonHeinleinMaxFrh., in:ÖBLIII (Wien1965)17. 438 Stutz,NachrufHussarek434. 439 WillibaldPlöchl,HussarekvonHeinlein,MaxFreiherr, in:NDBX(Berlin1974)86. 440 Ein falschesTodesjahrwird inderNDBangegeben. 441 EigenhändigerLebenslauf,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Karton611,PersonalaktLederPaul August. 442 BrigitteBöck, LederAugustPaul, in:ÖBLV(Wien1972)80. 443 Leder,DieDiakonederBischöfeundPresbyterund ihreurchristlichenVorläufer. 444 Stutz,NachrufLeder723. Kirchenrecht 331
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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