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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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das»LehrbuchdeskatholischenKirchenrechtes«aus1931unddaseinTeilgebiet umfassendesWerkvonHussarek»GrundrissdesStaatskirchenrechtes«.494 b) DieWiener kirchenrechtlicheSchule495 MitHussarek,»der inseinerZeitwohlalserster inÖsterreichnachdemVorbild von Ulrich Stutz auch die ›Kirchliche Rechtsgeschichte‹ in sein Vorlesungs- programmaufgenommenhatte«,496undganzbesondersmitKöstlerwurdedie WienerkirchenrechtlicheSchulebegründet.Diesehatteu.a.einenSchwerpunkt auf der Kirchenrechtsgeschichte und pflegte diese nicht nur –wie bereits die »ältere kirchenrechtliche Schule« in der Forschung sondernübernahmdiesen AnsatzauchinderLehre.GrossundauchseinSchülerHussarekkonzentrierten sich insbesondereaufdieDogmatikdesKirchenrechtsunddasösterreichische Staatskirchenrecht.497Währendbisdahinsomit»dasKirchenrecht inWien,wie auchsonstgewöhnlich,dogmatischvorgetragenwurdeundnachdemgleichfalls soangelegtenLehrbuchvonGroßgelernt«498wurde, lehrteKöstlerzunächstdas KirchenrechtaushistorischerPerspektive.SeineForschungstätigkeitbezogsich vor allem auf die »Institutionengeschichte und Dogmatik des geltenden Kir- chen-undStaatskirchenrechtsundnichtmehr [aufdie]ErforschungundEdi- tionderälterenKirchenrechtsquellen«.499 Der Studienordnung folgend unterteilte Köstler die kirchenrechtliche Hauptvorlesungab1936 inzweiTeile: ImSommersemesterwurdedreistündig dieGeschichte und imWintersemester vierstündig das geltendeKirchenrecht gehalten.500Köstler begründete diese Entscheidungwie folgt: »DieseMethode hatte für denRechtshörermeines Erachtens einendoppeltenVorteil: er lernte vorallemdashistorischeKirchenrechtkennen,daser fürsbessereVerständnis des heutigen Rechtes braucht, und zum anderen wurde die Lehre von den Rechtsquellen, die imLehrbuch vonGroßüber 30 Seiten inAnspruch nimmt und in der dogmatischen Vorlesung in einem Zug vorgetragen und dadurch langweiligwurde,auffünfPeriodenverteiltundzugleichaucheingeschränkt.«501 494 So inWachlowski,Kirchenrecht (Rechtsgeschichte)15abgedruckt. 495 Vgl. auchGrass,RudolfKöstlerundUlrichStutz259–263. 496 Grass, JuliusvonBombiero-Kremenac´ 508. 497 Grass,ÖsterreichischeKanonistenschulenausdrei Jahrhunderten383. 498 Köstler, Selbstdarstellung96. 499 Grass,ÖsterreichischeKanonistenschulenausdrei Jahrhunderten410. 500 DieseAufteilungergibtsichausdenVorlesungsverzeichnissen(1936–1938).Köstlerselbst schreibt inseinerSelbstdarstellungGegenteiliges:»SeitderVerteilungderHauptvorlesung aufzweiSemester las ichimlängerenWintersemestervierstündigüberdieGeschichteund im Sommersemester dreistündig über das System des Kirchenrechts.« Köstler, Selbst- darstellung96. 501 Köstler, Selbstdarstellung96. Die rechtshistorischenFächer340
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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