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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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jener Tatbestandmit Zutun desjenigen zustande gekommen ist, welchemder VertrauensschutzzumNachteilgereicht.«61Esfolgtenu.a.ArbeitenzurRevision desABGBs,sowieeinBeitrag inderFestschriftzurJahrhundertfeierdesABGBs über dasNaturrecht, Schriften zur Eigentümerhypothek, zumTestierfähigkeit und zum Eintragungsprinzip.62 Nach 1918 erschien posthum lediglich eine Würdigung Josef Scheys zu dessen 70.Geburtstag. Zu den SchülernWellsp- achers zähltenWilhelmSchlesingerundHeinrichDemelius. In Innsbruck bekleideteWellspacher im Studienjahr 1906/07 das Amt des Senators fürdie JuristischeFakultät.FürdasStudienjahr1907/08wurdeerzum Dekangewählt–durchseineBerufungnachWientraterdasAmtwohlniean.Er wurdeniezumDekaninWiengewählt,wasverwundernmag.NachdemPrinzip der Anciennität hätte er für das Studienjahr 1918/1919 zum Dekan gewählt werdensollen,wasunterblieb.Dieswirdwohldarangelegenhaben,dasserseit dem Studienjahr 1917/18 Senator für die Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät war unddiese Funktion inderRegel drei Jahre lang ausgeübtwurde. InseinemNachruf schreibtSchey, einerseinerLehrer,überWellspacherwie folgt:»UndwieerhieralsGelehrter instillerGeradheitnurderSacheeingedenk bliebundnichtdereigenenPerson,sohateresalsMannüberallgehalten–erhat auchdurchehrenvolleAnträge sichnicht verlocken lassen, einepolitischeHö- herstelle zu ersteigen, vonder er nicht sicher war, ob sie ihnnichtmit seinen Grundsätzen in Konflikt bringen könnte. Ein treuer Sohn seines deutschen Volkes,konnteer soeinstetsverläßlichesGliedderPartei sein,ohneparteiisch zuwerden,undstetsnichtnureinLehrerdesRechts,sonderneinVerkünderder Gerechtigkeit.«63 Einblicke zur Persönlichkeit Wellspachers gab auch sein Schüler Schlesinger: »Wellspacher war von strenger Rechtlichkeit, von objek- tivemUrteilüberMenschen undDinge. Er war ruhigen, einwenig verschlos- senenWesens,dochwohlwollendgegen jedermannundbesaßoriginellen, tro- ckenenHumor.«64 »Eine geistig und seelisch durchaus gesundeNatur, mußte W[ellspacher]nurzufrühdieErfahrungmachen,daß ihmzuumfangreicherem Gelehrtenwerk, wie er und seine Freunde es von ihmgehofft hatten, das volle Maß körperlicher Kraft und eines widerstandsfähigen Nervensystems fehlte. Diesem tragischenGeschicke ist er am 21.Februar 1923 erlegen.«65Über den TodWellspachersam21.Februar1923berichteteunteranderemdieNeueFreie Presse in derMorgenausgabe vom 22.Februar: »Ein tragisches Ende hat der bekannte Zivilrechtslehrer Universitätsprofessor Dr. Moritz Wellspacher ge- funden.Dr.Wellspacher,dererst46[sic! richtig:52]Jahrezählte,hatsichheute 61 Oberkofler,ÖsterreichischeRechtswissenschaft 348. 62 BesprochenwurdendieSchriftenWellspachersdurchHofmeister,Wellspacher. 63 Schey,Wellspacher27. 64 Schlesinger,Wellspacher47. 65 Schey,Wellspacher26. Die judiziellenFächer354
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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