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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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abendauseinemFensterseinerimdrittenStockdesHauses9.Bezirk,Wasagasse 50, gelegenenWohnung auf die Straße gestürzt. Er hat einenBruch des Schä- delgrundes undBrüchedes rechtenOberschenkels unddes linkenOberarmes erlitten.DieRettungsgesellschaftwurdeberufen,fanddenGelehrtenaberschon tot.ÜberdieUrsachederTat istbishernichtsbekannt.«66 c) DieNachbesetzungderbeidenerledigtenLehrkanzeln1924– OskarPiskoundGustavWalker NachdemTodvonWellspacher undderEmeritierung vonScheywarenbeide zivilrechtlichenOrdinariatevakant.AlsNachfolgerberufenwurdenOskarPisko und GustavWalker, die aber nicht hier, sondern an anderer Stelle behandelt weden sollen, da es sich bei beiden nicht primär umZivilrechtler handelte.67 EinenEinblickindieBerufungdieserbeidenWissenschaftleraufdieLehrkanzel für Zivilrecht gibt Robert Bartsch in seinen – freilich subjektiv geprägten – Erinnerungen: »Bald nach meinem Eintritt in den Verwaltungsgerichtshof [Anm.diesererfolgte1922]schiensichmireineAussichtaufeineProfessur für bürgerliches Recht an derWienerUniversität zu eröffnen. Schey hatte dieAl- tersgrenzeerreichtundWellspacherdurchSelbstmordgeendet.Aussichtsreiche KandidatenwarenEhrenzweig inGrazund ich.GegenEhrenzweigwarbeson- ders Schwind, der ihn als revolutionären Freirechtler ablehnte und es zuwege brachte, dass an Stelle Ehrenzweigs der ungefährlichere, aber auchwenig be- deutendePisko, der bisherHandelsrecht gelehrt hatte, ernanntwurde. Für die andereLehrkanzelwurdeanerster StelleWalker, anzweiter ichvorgeschlagen. Walker warMinisterialrat im Justizministeriumund führte dort das interna- tionale Departements [sic!]. Er war eigentlich Prozessualist und hatte ein Lehrbuch des Exekutionsrechts geschrieben. Auf demGebiet des Privatrechts hatte er sich nurmit internationalemRecht befasst. Gleichwohl wurde er er- nannt. IchhattemichumdieProfessurnichtbemüht.«68 Weitere Informationen lassen sich dem Schreiben des Dekans an das Un- terrichtsministeriumvom Juni 1924 entnehmen: Sowurde in der Sitzung des Professorenkollegiums vom21. Juni 1924 über die Nachbesetzung der beiden Lehrkanzelnverhandelt. IndenBesetzungsvorschlageinstimmigaufgenommen wurdenPisko,Walker undFriedrichWoess.GegendieAufnahmevonBartsch stimmte einMitglied.DerZusatzantrag vonAlexanderLöffler »auchProf. Eh- renzweigaufzunehmen[wurde]mit14gegen4Stimmenabgelehnt.«Diesergab 66 NFPvom22.03. 1923,Nr. 20996, S. 8. 67 ZuOskarPiskovgl. 390; zuGustavWalker vgl. 406. 68 AusdenErinnerungenvonRobertBartsch.DiesesZitatwurde freundlicherweisevonProf. GeraldKohl, dereineEditiondieserQuelle inArbeithat, zurVerfügunggestellt. Privatrecht 355
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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