Seite - 358 - in Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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teil: Er wurde zum wirklichen Mitglied derÖsterreichischen Akademie der
WissenschaftengewähltundbekameinGoldenesDoktordiplomderUniversität
Wienverliehen.Er starbam6.Februar1987 inWien.
e) EduardFischer-Colbrie79
EduardFischer-Colbriekamam6.Februar1872alsSohndeskaiserlichenRates
KarlFischer-ColbrieundseinerGemahlinBertha80 inWienzurWelt,absolvierte
das Schottengymnasiumund studierte von 1889 bis 1893Rechts- und Staats-
wissenschaften inWien. ImAugust 1894promovierte er subauspiciis Impera-
toriszumJDr.BereitsvorseinerPromotionbegannerdieGerichtspraxis.Inden
folgendenJahrenbesuchteerSeminarebeiAdolfExner,EdmundBernatzikund
LudwigMitteis. Im Juli 1898wurde Fischer-Colbrie zumMitglied der rechts-
historischen Staatsprüfungskommission als Prüfer des römischenRechtes er-
nannt. Drei Jahre später reichte er sein Ansuchen auf Verleihung der venia
legendi fürösterreichischesPrivatrechtein.AlsHabilitationsschrift fügteerdas
Werk »Die Anfechtung vonHypotheken durch Nachhypothekare nach öster-
reichischemRechte«81 an. Als Referenten fungierten Josef von Schey und Ivo
Pfaff, mit Stimmenmehrheit wurde Fischer-Colbrie zum Probevortrag zuge-
lassen. Diesen hielt er zur Verschwendungs-Curatel. Einen knappen Monat
später–imJuni1902–wurdeihmdieLehrbefugnismitallengegeneineStimme
erteilt. In seinenSchriftenbeschäftigte sichFischer-ColbrienebendemHypo-
thekenrechtvorwiegendmitdemErbrecht82–diegleichenSchwerpunktesetzte
er inderLehre.Zwischen1918und1938bot erproSemester inderRegel eine
Lehrveranstaltung an – thematisch konzentrierte er sich auf verschiedeneAs-
pektedesErbrechtswiedasösterreichischeVermächtnisrechtoderGrundzüge
des österreichischen Erbrechtes imVergleich zumdeutschen und schweizeri-
schen Recht. Er hielt desÖfteren auchÜbungen aus dem Privatrecht sowie
Repetitorien und Konversatorien zum österreichischen Erbrecht. Eduard Fi-
scher-Colbrie starbam9.Dezember1941.83
79 ÖStAAVA,UnterrichtAllg., Univ.Wien,Karton610, Personalakt Fischer-Colbrie Eduard.
80 GenTeam, http://www.genteam.at/, Sterbeanzeigen in der »Neuen Freien Presse«, Daten-
satznummer17156.NeueFreiePressevom10.4. 1906,Nr. 14954, 21.
81 Fischer-Colbrie,Anfechtung.
82 Sou.a.Fischer-Colbrie, BerechnungdesPflichtteiles;Fischer-Colbrie,Testierfreiheit;
Fischer-Colbrie, Erbenhaftung.
83 LautVerzeichnis der FriedhöfeWienwurde Fischer-Colbrie am17.8. 1942 bestattet. Vgl.
Verstorbenensucheunterhttp://www.friedhoefewien.at/grabsuche_de.AmGrabsteinselbst
wird9.12. 1941alsTodesdatumangegeben. Die
judiziellenFächer358
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Titel
- Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
- Autoren
- Thomas Olechowski
- Tamara Ehs
- Kamila Staudigl-Ciechowicz
- Verlag
- V&R unipress GmbH
- Datum
- 2014
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-89971-985-7
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 838
- Kategorie
- Recht und Politik