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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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f) HeinrichKlang84 HeinrichKlang kamals SohndesVersicherungsfachmannes JamesKlangund seiner FrauKaroline, geboreneRooz, am15.April 1875 inWien zurWelt.85Er besuchtedasFranz-Josephs-Gymnasium inderHegelgasse inWien.Zu seinen KlassenkameradengehörtenHugoBettauer,KarlKraus,SiegfriedTürkel86sowie späterauchRobertRitter v.Mayr.87Klangstudierte JusanderWienerFakultät, hörteRömischesRechtbeiAdolfExner,wasseinInteressefürdiesesFachweckte undbegeisterte sich in Folge auch für bürgerlichesRecht.NachdemStudium schlug Klang die Richterlaufbahn ein: Aus dieser Tätigkeit entsprangen auch seineerstenPublikationen:SowarereinigeJahreamBezirksgerichtLangenlois tätig. »Die strafrechtliche Tätigkeit war durch denwirtschaftlichen Charakter desBezirkesbestimmt, indemhauptsächlichWeinbaubetriebenwurdeundes fast keine Industrie und nur wenig Armut gab. […] Ein Geschäft dieser Art ›Ankauf vonWeingärten aufAbzahlenmit demLesen‹, einmit Eigentumsvor- behalt verbundenes Ratengeschäft über Weingärten, veranlaßte meine erste wissenschaftliche Arbeit, die unter demTitel ›Ein Ratengeschäft über Immo- bilien‹ in derGerichtszeitung 1903 erschien.«88Auchdie später folgendenPu- blikationen Klangs waren durch von ihm verhandelte Fälle inspiriert, seine Werkliste, die imposante 776 Positionen aufweist, umfasst Arbeiten ua. zum Exekutionsrecht, zumWährungsrecht und zumMietrecht. In seinemNachruf schreibt Fritz Schwind, dass Klangs »besondere Liebe […] dem Sachenrecht [galt], das er nicht nur in seinenVorlesungen immer wiedermeisterhaft zur Darstellung brachte, sondern dem er auch eine Reihe vonMonographien ge- widmethatunddaserindemgroßen,führendenKommentar,derseinenNamen trägt, auch selbst bearbeitete.«89 Dieser eben erwähnte »Klang-Kommentar« nimmtinderösterreichischenZivilistikeineganzbesondereStellungein.Klang begann seine Arbeiten an diesemWerk 1926 und gewann 16Autoren für die KommentierungdereinzelnenParagraphendesABGB;aucherselbstübernahm große Partien.VieleWiener Fakultätsmitglieder warenunter denAutoren des Kommentars: Emanuel Adler, Robert Bartsch, Arthur Lenhoff, Oskar Pisko, AchillesRappaport, Josef Schey,WilhelmSchlesinger,GustavWalker undKarl Wolff. 84 ThomasOlechowski,Klang,HeinrichAdalbert,in:ÖBLonline[http://www.biographien.ac.at/ oebl/oebl_K/Klang_Heinrich-Adalbert_1875_1954.xml] (1.3.2011/23.12.2013). 85 Zu familiärenVerbindungenzurEhrenzweigfamilie siehe369–371. 86 Dreizehnter Jahresberichtüberdask.k.Franz-Joseph-GymnasiuminWien.Schuljahr1886/ 87, 52. 87 AchtzehnterJahresberichtüberdask.k.Franz-Joseph-GymnasiuminWien.Schuljahr1891/ 92, 10. 88 Klang, Selbstdarstellung118. 89 F. Schwind,HeinrichKlang47. Privatrecht 359
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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