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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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missionBartschundPollakberufen.ZwarkonntedasZielwegenderpolitischen Umbrüchenicht verwirklichtwerden, jedochberücksichtigtendieösterreichi- sche Ausgleichsnovelle 1934139 und die deutsche Vergleichsordnung 1935140 dieseVorarbeiten.Daneben forschte er zu rechtshistorischenThemenundpu- blizierteuamehrereWerkezudemRäuber JohannGeorgGrasel. 1922erfolgte seineErnennungzumHofratdesVwGH,vondiesemwurdeer1934indenBGH übernommen,woeralsSenatspräsidentbiszuseinerPensionierung1939blieb. Diesen leitete er nachdem»Anschluß« anNS-DeutschlandunddemRücktritt des letztenPräsidentendesBGH,ErnstDurig, für einigeMonate.141 Zwischen 1918und1938 unterrichtete Bartsch sowohl rechtshistorische als auchprivatrechtlicheLehrveranstaltungen:SohielterimSommersemesterstets eine Vorlesung zur Geschichte des deutschen Straf- und Prozessrechts,142 zu- sätzlichboterauchLehrveranstaltungenzumFürsorgewesenmitÜbungenund Exkursionen,wie auchVorlesungen zumösterreichischenundzumdeutschen bürgerlichenRecht.DieAufnahmeder Lehrveranstaltungen zumFürsorgewe- sen war nicht unumstritten: »Anfangs machte die Fakultät Schwierigkeiten (DekanGrünberg), weil ich nicht die Lehrbefugnis für alle hier einschlägigen Fächerhätte, ichhabedieVorlesungdanndochgehaltenund ich einigtemich auchmitderFakultätüberdieStelle,wodieVorlesungimVorlesungsverzeichnis einzureihen wäre. Später habe ich einen Lehrauftrag für eine zweistündige Vorlesung das ganze Jahr hindurch erhalten, die ich regelmäßig imWinterse- mester hielt. ImSommersemester veranstaltete ichÜbungen, die inReferaten undBesprechungenüber neuere Literatur bestanden.«143 so Bartsch in seinen Erinnerungen.Überzwei JahrehindurchunterrichteteerauchFürsorgeander Schwarzwaldschule. Zwar bezeichnet sich Bartsch in seiner Selbstdarstellung als unpolitischen Menschen, dessen »Sympathieen [sic] […] immer für [s]einVaterland, [s]ein Volk und [s]eineHeimat, gegenAusbeutung undTyrannei, für sozialen Fort- schritt, FriedenundFreiheit, gegenRadikalismusvon rechtsund links, immer für vernünftige Kompromisse, immer für das Gute gegen das Schlechte« ge- golten hätten.144 Inwiefern diese Selbsteinschätzung aber mit Bartsch’ Mit- gliedschaft im Deutschen Klub und seiner Nähe zum Nationalsozialismus – 139 BG20.7. 1934BGBl. II 178/1934. 140 G26.2. 1935dRGBl I 1935, 321. 141 Vgl. dazu Jabloner,AbschiedeinesSenatspräsidenten. 142 In seinenErinnerungen (vgl. oben365Fn.125) schreibtBartschzudieserLehrveranstal- tung: »Noch 1933 war diese Vorlesung ganz gut besucht. Die Studenten benützten die VorlesunggernezugroßdeutschenDemonstrationenundapplaudiertenanStellen,woich dasgarnichtvorsah.« 143 Vgl. oben365Fn.125. 144 Bartsch, Selbstdarstellung38. Die judiziellenFächer368
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938