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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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3. DieLehre DasFach»Handels-undWechselrecht«war laut Studienplan1893über sieben Wochenstunden(ineinemSemesteroder verteilt aufzweiSemester)zu lehren; der Studienplan 1935 änderte hieran nichts. In der Praxis wurde zumeist im Wintersemester eine fünfstündigeVorlesung als »I. Teil«, imSommersemester einezweistündigeVorlesungals »II.Teil«gelesen,ohnedass ersichtlich ist,wie die Stoffaufteilung erfolgte. Bis 1924wurdendieVorlesungen vonHupkaund Pisko alternierendoder parallel gelesen; nach der Berufung vonPisko zumo. Professor des bürgerlichenRechts, stellte dieser seine handelsrechtlichenVor- lesungen – just ein Jahr nach Erscheinen seines Lehrbuches – ein, sodass die HauptvorlesungenausHandels- undWechselrecht bis 1938 ausschließlichvon Hupkagehaltenwurden. Dieshatte auchAuswirkungenaufdie Spezialvorlesungen, die imLaufeder Zeit immerwenigerwurden:NochbiszumWS1924/25lasPiskoregelmäßig im Wintersemester eineVorlesung aus Frachtrechtmit demSchwerpunkt auf Ei- senbahnfrachtrecht, imWS1918/19 außerdemeineVorlesung zum»Recht der kaufmännischenUnternehmenskennzeichen«,worunterersowohlFirmenrecht als auchMarkenrecht verstand, im SS 1924 über den unlauterenWettbewerb. Nun fiel dies weg; lediglich Albert Ehrenzweig kündigte i.d.R. noch in den Wintersemestern eine Vorlesung aus Privatversicherungsrecht an. Im Som- mersemsterwurdediese i.d.R. vonHupka selbst gehalten, sodass er indiesen Semestern – und als Ehrenzweig 1931–1933 seine Lehrtätigkeit unterbrach, auch in denWintersemestern – überhaupt der einzige Vortragende war, der handelsrechtliche Lehrveranstaltungen anbot. Erst im SS 1934 trat als neuer Vortragender Guido Strobele hinzu, der in diesem und dem folgenden Som- mersemester eineVorlesungüberdieGenferAbkommenzumScheckrecht ab- hielt; für dasWS1937/38 kündigte Strobele auch erstmalsÜbungen ausHan- delsrechtan,diebisdahin lediglichvonHupkaangebotenwordenwaren.Aber im Ganzen betrachtet, zeugt das Vorlesungsverzeichnis von einer geradezu unglaublichen personellen Ausdünnung der Lehrtätigkeit in den Sonderpri- vatrechtenab1924. C. ZivilgerichtlichesVerfahrensrecht (ThomasOLECHOWSKI) 1. FranzKleinunddieZivilprozessreform1895 Am 26.Oktober 1890 brachten die Juristischen Blätter den ersten Teil einer Aufsatzserie, betitelt: »ProFuturo«, inderdiebestehendenZivilprozessgesetze kritisiert und eineReformderselben angeregtwurde.Autordieser Schriftwar Die judiziellenFächer396
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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