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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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unddass ihndie»Beobachtungen«,dieeralsStaatsratmachte,mit»Sorgenum dieZukunftdesStaates«erfüllten.338Sorgen,diesich1938bewahrheitensollten: »MitderBesetzungÖsterreichshörteWalker auf hervorzutreten, umsomehr, alserzujenengehörte,diedenNationalsozialismusvonallemAnfanganalsdas erkannten,waserwar«,umschreibtSchimaetwaskryptischdieStellungWalkers zumNS-Regime.339DeutlichereWorte findet Klang, wenn er hervorhebt, dass WalkerauchindieserZeit»treueFreundschaft«hieltund»auchdenMut«hatte, »imDezember 1939 bei der Einäscherung seines Freundes und Fachkollegen Piskozuerscheinen.«340DaWalkerimApril1938sein70.Lebensjahrvollendete, wurde ermit Ende September desselben Jahres in den dauerndenRuhestand versetzt, einEhrenjahrwurde ihmverweigert.NichtsdestowenigerwurdeWal- kernochbis1939weitermitderAbhaltungvonLehrveranstaltungenbetraut.341 Erstarbnach»schweremLeiden«amNeujahrstag1944 imAltervon75Jahren. 4. DiePrivatdozenten NebenSperlundWalkerwurdedasFach»ZivilgerichtlichesVerfahrensrecht«inder Zwischenkriegszeit noch von drei Privatdozenten gelehrt: Rudolf Pollak, Georg Petschek,undHansSchima(sen.).342 Jedervonihnenwar–wenigstenszumTeil– jüdischerAbstammungundverlordaherimApril1938seineLehrbefugnis.Daauch Walker in jenemJahrausAltersgründenemeritierte (an seineStelle trat 1939der Nationalsozialist Ernst Swoboda343), stellte das Jahr 1938 auch für das Zivilge- richtlicheVerfahrensrechteinestarkepersonelleZäsurdar. 338 Klang,Walker276. 339 Schima,Walker13. 340 Klang,Walker276. 341 Auf ihrer Projekthomepage »Eliten/dis/kontinuitäten imWissenschaftsbetrieb der Zweiten Republik. ZurReintegration der imNationalsozialismus aus »politischen«Gründenvertrie- benen Lehrenden derUniversitätWien nach 1945« [http://www.univie.ac.at/de/universitaet/ forum-zeitgeschichte/projekte/elitendiskontinuitaeten/#c2498–abgerufen18.12.2013]führen Stadler,HuberundPoschwegenderVerweigerungdesEhrenjahresauchWalkerauf ihrer Listeder»auspolitischenGründenentlassenenLehrenden«an. 342 Ebenfalls für Zivilprozessrecht habilitiert war Albert Ehrenzweig sen., doch hielt er im Zeitraum 1918–1938 keine Vorlesungen zu diesem Fach, sondern v.a. zum Privatversi- cherungsrecht. Er wird daher nicht in diesemKapitel, sondern in jenem über dasHan- delsrecht (oben393)behandelt. 343 EdesMinisteriums für innereundkulturelleAngelegenheitenZ317950/1939,ÖStAAVA, UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton608,Zivilprozess;vgl.auchMair,Zivilverfahrensrecht 311, 337. ZivilgerichtlichesVerfahrensrecht 411
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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