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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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f) AlexanderLöffler513 Alexander Löffler kamam4.Februar 1866 in Szentes inUngarn in einermo- saischen Familie514 zurWelt. Nach der Reifeprüfung amLeopoldstädterGym- nasiuminWienstudierteervon1884bis1889Rechts-undStaatswissenschaften anderUniversitätWien,zuseinenLehrernzähltenWilhelmEmilWahlbergund EmanuelUllmann515. Am5.November 1889wurde er zumDoktor derRechte promoviert. Nach seiner Promotion vertiefte er seinWissen im Seminar von FranzvonLisztanderUniversitätinHalleanderSaale.BiszuseinerHabilitation 1896wareralsRechtsanwaltsanwärter tätig. ImMai1895suchteLöfflerumdie Lehrbefugnis an, 1896 wurde Löffler die venia docendi für österreichisches Strafrecht und Strafprozessrecht verliehen. Im gleichen Jahr trat er aus dem mosaischenGlauben aus und ließ sich am15. Juli 1896 evangelisch (AB) tau- fen.516SeineHabilitationsschrift stelltedas 1895publizierteWerk»DieSchuld- formen des Strafrechts in vergleichend-historischer und dogmatischer Dar- stellung. Band I«, welches er seinemLehrer Liszt widmete, dar. Löffler entwi- ckelte die Lehre von der Dreiteilung der Schuldformen in Absicht, Wissent- lichkeit und Fahrlässigkeit und stellte diese der Zweiteilung in Vorsatz und Fahrlässigkeit gegenüber.517Löffler warVerfechter »vor allemderGeneralprä- vention (undnursekundär auchder Individualprävention)«–durchdieStrafe imSinne einer »absichtliche[n] Zufügung einesÜbels umderGeneralpräven- tionwillen«solltenVerbrecherunddieGesellschaftalsGesamtes»zueinemden gesellschaftlichen InteressengemäßenVerhalten«angehaltenwerden.518 BiszuseinerErnennungzumaußerordentlichenProfessor1902warLöfflerin der Praxis tätig, ab 1897 widmete er sich demGerichtsdienst, zuletzt als Ge- richtssekretär. 1902 heiratete Löffler Clara Eisenschitz, die wohl wegen der EheschließungimMärz1902vommosaischenGlaubenzumevangelischen(AB) konvertierte.519AusdieserEhegingenzweiKinder, StefanundAnna,hervor.520 1903»wurde er ausAnlaß einer von ihmabgelehntenBerufungnachBernmit 513 Gleispach,Nachruf Löffler; Rittler,Nachruf Löffler; BrigitteBöck, LöfflerAlexander, in:ÖBLV (Wien 1971) 271 f.;Wolfgang Schild, Löffler, Alexander, in:NDBXV (Berlin 1987)30–32; Schild,AlexanderLöffler. 514 Eigenhändiger Lebenslauf,ÖStA AVA, Unterricht Allg., Univ.Wien, Karton 611, Perso- nalaktLöfflerAlexander. 515 Schild,AlexanderLöffler 272. 516 GenTeam [http://www.genteam.at – abgerufen 18.12.2013], Konvertiten inWien,Daten- satznummer200. 517 Schild,AlexanderLöffler 272 f. 518 Schild,AlexanderLöffler 273 f. 519 GenTeam [http://www.genteam.at – abgerufen 18.12.2013], Konvertiten inWien,Daten- satznummer2807. 520 GenTeam [http://www.genteam.at – abgerufen 18.12.2013], Mediziner inWien, Daten- satznummer21359, 48197und22632. StrafrechtundStrafprozessrecht 439
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938