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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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gung529 und korrespondierendes Mitglied des Vereins für Psychiatrie und Neurologie inWien. ErwarMitgliedder judiziellenStaatsprüfungskommissionundderRichter- amtsprüfungskommission. In der Lehre bot Löffler, neben den regulären HauptvorlesungenundpraktischenÜbungenzumStraf-undStrafprozessrecht, auch Lehrveranstaltungen zu denRechtsmitteln im österreichischen Strafver- fahren,denBereicherungs-undAusbeutungsdeliktensowieeinSeminarmitder Besprechung der Strafgesetzentwürfe. 1925 musste sich Löffler aus gesund- heitlichen Gründen aus der Wissenschaft zurückziehen. 1928 wurde er von Amtswegen in den dauerndenRuhestand versetzt.530DemBericht derNeuen Freien Presse zufolge litt er an einem schwerenMagenleiden, welchem er am 26.Dezember1929erlag.531EineandereTodesursachegibtGleispach inseinem Nachrufan,demnachhatteLöfflerzweiJahrevorseinemTodeinenSchlaganfall erlittenundstarbandessenFolgen.532 g) HubertStreicher Hubert Streicherkamam4.Mai1893als SohndesSteueroberverwalters Julius Streicher inVölkermarkt inKärntenzurWelt.Er studierteRechtswissenschaf- ten an der Karl-Franzens-Universität in Graz und promovierte 1917. Bereits 1915begannStreicherzunächstbeiHansGross,nachdessenTodbeiAdolfLenz amkriminalistischen InstitutderUniversitätGraz zuarbeiten.533Streicherbil- dete sich in den folgenden Jahren fort undunternahmeine Studienreise zum Zwecke seinerpraktischenAusbildungandieWienerPolizeidirektion.5341917/ 18vollendeteStreicher seineHabilitationsschriftüberdiekriminologischeBe- deutungundVerwertungderMaschinenschrift. 1919überreichteerdasGesuch um Erteilung der Lehrbefugnis für Kriminologie als Hilfswissenschaft des Strafrechtes an das Professorenkollegium der Grazer Rechts- und Staatswis- senschaftlichen Fakultät.535 SeinemHabilitationsantrag legte er neben der be- reits erwähnten Schrift auch seinenAufsatz »Beiträge zumdaktyloskopischen 529 Gleispach,Nachruf27, Schild,AlexanderLöffler 272. 530 Ad25105/28 vom10.10. 1928,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton 611, Per- sonalaktLöfflerAlexander. 531 NFPvom28.12. 1929,Nr.23452, 6. 532 Gleispach,NachrufLöffler 25. 533 Erwar vom6.März 1915Volontär, vom1. Juni 1916 bis zum1.März 1918 unbesoldeter Assistent, ab 1.April 1918 bis zum31.Oktober 1920 besoldeter Assistent und ab 1.No- vember 1920 ordentlicherAssistent. Vgl. Antrag Lenz’,UAGraz, JuristischesDek., Akten deskrim. Institutes, 347ex1917/18. 534 Schreiben der steiermärkischen Landesregierung an das Dekanat, UAGraz, Juristisches Dek.,Aktendeskrim. Institutes, 567ex1918/19. 535 UAGraz, JuristischesDek.1918/19, 840ex1918/19. StrafrechtundStrafprozessrecht 441
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938