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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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BeobachterundhervorragendinderTatortarbeit.SeinebesondereStärkewaren SchriftvergleichungundUrkundenuntersuchung.«5491928publizierteStreicher eine Arbeit zu den graphischen Gaunerzinken, das historische undmoderne Zinken behandelte.550 Sein kriminalistisches Wissen vermittelte Streicher ab dem Sommersemester 1924 in unzähligen Lehrveranstaltungen, die sich vor allemmit der allgemeinenKriminalistik,mit kriminalistischenArbeitsmetho- den und mit der kriminalistischen Technologie (bspw. Nachweis von Fäl- schungenundSpurenlehre)undmitKriminaltaktikbeschäftigten.Ab1935hielt er auch regelmäßig strafrechtliche Lehrveranstaltungen.1946wurde Streicher, der u.a. der NSDAPals »Illegaler« beigetretenwar,551 »imHinblick auf [sein] VerhaltenwährendderZeit derdeutschenOkkupation« indendauerndenRu- hestandversetzt.552Streicherwarseit1922mitRosaNicklasverheiratet,553dieser EheentsprangenzweiKinder.554Er starbam26.Mai1977. h) RolandGraßberger RolandGraßberger kam am12.Mai 1905 als Sohn des gleichnamigenHygie- nikers555unddessenFrauMathilde inWien zurWelt. Schonwährenddes Stu- diums anderUniversitätWien entdeckte er sein Interesse für Strafrecht, Kri- minologie und Kriminalistik: Bereits im dritten Semester belegte er neben strafrechtlichen Lehrveranstaltungen bei Gleispach auchVorlesungen des In- stitutsfürdiegesamteStrafrechtswissenschaftundKriminalistikunteranderem beimKriminologenStreicher undKriminalstatistiker Forcher.556 SeineHabili- tationsschrift »DieBrandlegungskriminalität« verfassteGraßbergernochwäh- rend des Studiums. Als Grundlage dafür hatte ihm eine im Sommersemester besuchte kriminologische Übung gedient.557 Nach seiner Promotion 1928 machteGraßbergerseinenGerichtsdienstundführtemehrereMonatehindurch StudienbeiderWienerBerufsfeuerwehrdurch.1930beganneramInstitut für 549 Császár,DieLiebiggasse29. 550 Streicher,DiegraphischenGaunerzinken. 551 UAW, J PA 416 (Hubert Streicher), fol. 012; Bruckmüller, Höpfel, Strafrecht – ein Brennpunkt imNationalsozialismus371. 552 DekretdesUnterrichtsministersvom2.2.1946,UAW,JPA416(HubertStreicher), fol. 010. 553 AnzeigederVermählung,UAGraz, JuristischesDek.1921/22, 527ex1921/22. 554 UAW, JPA416 (HubertStreicher), fol. 014. 555 RolandGraßbergersen.hattesichbereits1902inWienfürHygienehabilitiert,ab1924war erOrdinariusundVorstanddeshygienischenInstitutsderUniversitätWien.1936wurdeer indenRuhestandversetzt.Vgl.MarleneJantsch,Graßberger,Roland,in:NDBVII(Berlin 1966)1 f. 556 Vgl.Burgstaller,RolandGraßberger70 Jahre306;Császár,DieLiebiggasse32. 557 Und zwar die Lehrveranstaltung »Anleitung zuwissenschaftlichen kriminologischenAr- beiten« abgehaltenvonStreicher undGleispach, vglGleispach,WienerUniversitäts-In- stitut 602. Die judiziellenFächer444
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938