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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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konzentriertensichseineArbeitenaufdasWesenderStrafeunddesStrafrechts unddieFahrlässigkeit.SeinWerk»PsychologiedesStrafverfahrens«erschienin zwei Auflagen und wurde ins Serbokroatische übersetzt.564 Graßberger war zweimalDekanderRechts-undStaatswissenschaftlichenFakultät und1962/63 RektorderUniversitätWien.Er starbam10.August 1991. i) LeopoldZimmerl565 Leopold Zimmerl kam am 4.Mai 1899 inWien zurWelt. Nach seiner Reife- prüfung1918war erdrei Jahre lang imkaufmännischenBeruf inWienund in Amsterdamtätig,danachabsolvierte erdasStudiumderRechtswissenschaften inWienundpromovierte imDezember1925.Anschließenddaranwurdeermit 1. Jänner1926wissenschaftlicheHilfskraft anderLehrkanzel fürStrafrecht. Im Februar 1928 stellte Zimmerl einHabilitationsgesuchmitHabilitationsschrift »Zur Lehre vomTatbestand«. Als Gutachter wurdenHold-Ferneck und Glei- spach bestellt. Hold-Ferneck kritisierte zwar die nicht ausreichende Begriffs- erklärung,waraber insgesamtvonZimmerlsOriginalitätangetan.566Gleispachs Berichtwarüberauspositiv er erwähnteZimmerls idee vom»Quasi-Versuch«: »Dr. Z. stellt nundemVersuch, die nicht dolose, objektiv auf einen rechtswid- rigen Erfolg abzielende aber noch unvollendete tatbestandsmäßigeHandlung demVersuchgegenüberundnenntdiesevonihmerstmalsgenauumschriebene Erscheinung ›Quasi-Versuch‹.«567Nach einemKolloquiumMitte Juni machte Zimmerl seinen Probevortrag über »Die Tatbestandsmäßigkeit des Versuchs« am 26. Juni 1928 und wurde für die Fächer Strafrecht und Strafprozessrecht habilitiert.Zwischen1928und1934übteZimmerleineregeVorlesungstätigkeit aus und lehrte bis zu elf Semesterstunden.568 Seine Lehrveranstaltungen be- schäftigtensicheinerseitsmitaktuellenEntwicklungen:SohielterVorlesungen zum deutschen und österreichischen Strafgesetzentwurf 1927 und zum Ju- gendstrafrecht mit besonderer Berücksichtigung des Jugendgerichtsgesetzes. meentstehungergänztwerden.Es istebensonochheutegültigundimEinsatz,wiedievon ihmentwickeltenGrundsätzederBrandermittlung.« 564 SchreibendesDirektors derWiener StadtbibliothekFranzPatzer andieMagistratsabtei- lung7vom7.4. 1975,TA,TP-016311. 565 VglNagel,Einleitung22–56. 566 BerichtvonHold-Ferneckvom28.4.1928,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton 615,PersonalaktZimmerlLeopold. 567 BerichtvonGleispachvom30.4.1928,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton615, PersonalaktZimmerlLeopold. 568 So im Sommersemester 1934, als die vakante Lehrkanzel suppliert werden musste. So scheint laut Vorlesungsverzeichnis Zimmerl mit einer Hauptvorlesung zum Strafrecht, einerVorlesung zurKriminalpolitik und je einer Pflichtübung zumStrafrecht und einer zumStrafprozessrechtauf–daermit1.April1934nachMarburgberufenwurde, istdavon auszugehen,dassdieseLehrveranstaltungenvon ihmnichtgehaltenwurden. Die judiziellenFächer446
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938