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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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mehr auch der Stand der Richter und Staatsanwälte von volksfremden Ele- mentenüberflutetwerden«.575 1933 beteiligte sich Zimmerl mit einem Beitrag über »Die Gefahren der Ausdehnung der Verwaltungsstrafgerichtsbarkeit inÖsterreich«576 am »Pro- testband«derWienerJuristeninderZeitschriftVerwaltungsarchiv.577ImJänner 1934wurdeZimmerl(wohlalsAssistent–wobeierimPersonalstandverzeichnis 1933/34 gar nicht mehr aufscheint) aus politischen Gründen –mitausschlag- gebendwirdwohl seinAufsatz imVerwaltungsarchiv gewesen sein – vonder UniversitätWienentlassen.578EsfolgteeineBerufungandiePhilipps-Universität inMarburg.Daerals»politischGeschädigter«angesehenwurde,wurdebeider Berufung »kein ganz strengerMaßstab angelegt«.579 InMarburgkämpfteZim- merl gemeinsammitErichSchwingegegendieKielerSchule. ImOktober1936 wurde er zumRektor vorgeschlagen580 und hatte dieses Amt im Studienjahr 1937/38 inne.581Zimmerl starbam14.September1945. j) HugoForcher582 Einweiterer Lehrender amUniversitätsinstitut fürdie gesamte Strafrechtswis- senschaftundKriminalistikwarHugoForcher.ErhieltabdemWintersemester 1925LehrveranstaltungenzumassentheoretischenUntersuchungen–sobspw. dieVorlesung »Theoretische und angewandteMassenbeobachtungen auf dem Gebiete des Strafrechtes«. Forcher übte jahrelang den Richterdienst aus und wechseltedann1907andiestatistischeZentralkommission,ausderer»imZuge desZwangsabbaues«1925ausscheidenmusste–eineKränkung,die ihnbis zu seinemLebensendebegleitete. In seinemNachruf fasstWinkler kurz Forchers Leistungenzusammen:»dasOriginelle seinerLeistung[liegt]darin,daßerden Versuch unternahm, die Lexische Dispersionslehre auf demGebiete der Kri- minalstatistikzuerproben.«AlsPersonbeschrieber ihnals»schwerzugänglich […]WeraberdurchdiesprödeHülledurchzublickenvermochte,dertrafaufein grundgütigesHerzundeinenechtendeutschenForschersinn«.583 575 MDK2/3 (März1932)1 f. 576 Zimmerl, Die Gefahren der Ausdehnung der Verwaltungsstrafgerichtsbarkeit inÖster- reich260–265. 577 Vgl. unten 505f., siehe dazu auch schonOlechowski, Staudigl-Ciechowicz, Staats- rechtslehre232–239. 578 Nagel, Einleitung22. 579 Nagel, Einleitung22Fn.50. 580 BArch (Berlin-Lichterfelde),DSB44, fol. 1674. 581 Vgl.Nagel, Einleitung22 f. 582 Vgl. zu ihm614. 583 Winkler,HugoForcher28. Die judiziellenFächer448
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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