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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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Tätigkeit aufnehmen.NachderÄnderungderStudienordnung1935wurdedie Einrichtung in»Institut fürKriminologie«umbenannt. c) DasorganisatorischeUmfeldunddie Infrastruktur Dem Institut wurden zunächst frühere Räumlichkeiten des Abrechnungsge- richtshofszurVerfügunggestellt.631EshandeltesichdabeiumzweiZimmerund ein Kabinett gelegen am Schillerplatz 4. 1924 erfolgte der Umzug in neue Räumlichkeiten inderLiebiggasse5,wodieKriminologiebis 2006beheimatet blieb.StolzberichteteGleispach1928überdasInstitut:»EsbesitzteinenHörsaal füretwa100Hörermit einerganzmodernenProjektionseinrichtung,Gas-und Wasserzuleitung; einVorsteherzimmer, einengroßenArbeitsraumfürdie Stu- dierendenmit der Bücherei; ein photographisches Kabinettmit großer Dun- kelkammer, ein Assistentenzimmer mit den Apparatekasten, einen großen Raum für die Lehrmittelsammlung mit mehreren Arbeitsplätzen und einen Kanzleiraum, wo auch statistisches Material aufgestellt ist.«632 Insgesamt be- standdas InstitutnachdemUmzugauselfRäumen,die fürden»regenPartei- enverkehr,SammlungenvonLehrgegenständen,Akten,Strafkarten«633dienten. Das Institut verfügte über eine Sammlung von »kriminologisch lehrreichen Gegenständen« (1928 über 2000 Stück) – dabei handelte es sich großteils um corpora delicti aus dem Oberlandesgerichtssprengel Wien, »die nicht einem Berechtigtenauszufolgen«waren,634 so»VerbrecherwerkzeugeundErzeugnisse verbrecherischer Tätigkeit (z.B. Fälschungen vonMünzen, Papiergeld, Stem- peln, Antiquitäten, Lebensmitteln usw.) Spuren, Ausbruchswerkzeuge, Sachen des Schmuggels in denGefängnissen undvonGefangenen in ihrer freienZeit geheimhergestellteSachen«635–undeineSammlungvonDiapositiva(1928über 400Stück),weitersumfasste es einekriminologischeBibliothek.Gleispachbe- absichtigte gemeinsammit Forcher eine kriminalstatistische Abteilung zu er- richten–eine Idee,die amPersonalmangel gescheitert zusein scheint.636 631 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton699, Institut für StrafrechtundKrimina- listik. 632 Gleispach,WienerUniversitäts-Institut 606. 633 SchreibenGleispachsanDekanMayer vom15.3. 1928,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ. Wien,Karton699, Institut fürStrafrechtundKriminalistik. 634 SchreibenGleispachsvom22.4.1924,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton699, Institut fürStrafrechtundKriminalistik. 635 Gleispach,WienerUniversitäts-Institut 606 f. 636 EingabeGleispachsandesUnterrichtsministeriumvom25.11.1927,ÖStAAVA,Unterricht Allg.,Univ.Wien,Karton699, Institut fürStrafrechtundKriminalistik. Die judiziellenFächer456
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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