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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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vorlesung« bezeichnete Lehrveranstaltungstyp, so dass die »Dozenten eine ÜberblicküberdiewichtigstenneuenWerke,überbesonders interessanteFälle oder ErscheinungenundneueUntersuchungsmethoden« ihres Fachesmit an- schließenderDiskussion gaben. AlsVortragende erwähnteGleispachu.a. den Psychiater JuliusWagner-Jauregg, denAnthropologenOttoRecheunddenSo- ziologen Henry Suzallo.637 Neben Studierenden und österreichischen Straf- rechtspraktikerInnenkamenauchausländischeBesucherInnennachWienum dieEinrichtungkennenzulernenundIdeenfüreigeneProjektezusammeln.Zu diesen zähltenu.a. Gelehrte ausDänemark, Estlandund Japan.DasUniversi- tätsinstitutwurdenichtnurinEuropa,sondernauchindenVereinigtenStaaten vonAmerikabeworben.638 e) Personal NebenGleispachalsInstitutsvorstand,dem1933derordentlicheAssistentHubert Streicher nachfolgte,639waren amUniversitätsinstitut zwischen 1922 und 1938 folgende Personen als Assistenten bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte tätig:640 Siegfried Türkel, Gottfried Wopelka, Leopold Zimmerl, Josefine Cvitkovicˇ,641 FranzWißgott,JosefJelinek,RodaWieser,IlseLukasundHansWerder.Gleichvon BeginnanwarenErweinHöplerundSiegfriedTürkel»ohne jedeBesoldung«für das Institut tätig. Bereits 1923wurde zunächst einewissenschaftlicheHilfskraft bewilligtunddieAnstellungeinesordentlichenAssistenteninAussichtgestellt.642 DieseAssistentenstellebekleidete inFolgeHubert Streicher, zunächst alsPrivat- dozent seit 1928 als außerordentlicher Professor.643Alle Lehrkräfte, die Vorle- sungen,Übungen und Seminare imRahmen des Universitätsinstitutes hielten, musstenhabilitiert sein.Als Lehrende fungierten amInstitut u.a.:WenzelGlei- spach,HubertStreicher,ErweinHöpler,HugoForcher,AntonWerkgartner,Emil RaimannundRolandGraßberger. NebenwissenschaftlichemhattedasInstitutauchBedarfanadministrativem Personal – Kanzleikräften für Schreibarbeiten und Diener, »die im Stande [wären] den Skioptikonapparat zu bedienen«644 – deren Finanzierung erwies 637 Gleispach,WienerUniversitäts-Institut 594. 638 Grassberger,University Institute. 639 Schreiben des Dekans Degenfeld an das Unterrichtsministerium vom4.11. 1933,ÖStA AVA,Unterricht Allg., Univ.Wien, Karton 699, Institut für Strafrecht undKriminalistik. 640 Vgl. dazuStaudigl-Ciechowicz,WienerKriminologieundKriminalistik32–34. 641 Dr. JosefineCvitkovicˇ war imStudienjahr 1927/28 als Privatangestellte am Institut tätig. 642 ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton699, Institut für StrafrechtundKrimina- listik. 643 ReferentenbogenzumBMUEZ2618-I/28,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton 608, Strafrecht. 644 SchreibenGleispachsanDekanMayer vom15.3. 1928,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ. Die judiziellenFächer458
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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