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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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hervorragendenTalentes ist und eine gewöhnlicheHabiliationsschrift in jeder Beziehungüberragt.«26WeshalbBernatzikimJahre1902ausdrücklicheindrittes Ordinariat für die von ihm und Menzel betreuten Fächer für »nicht wün- schenswert« bezeichnet hatte,27 ist unklar; 1907 jedenfalls revidierte er seine Meinungundschlugnunmehrvor, eindrittesOrdinariatzuschaffenunddiese Stelle mit Layer zu besetzen, was auch –mit Wirkung vom 1. April 1908 – erfolgte, jedochmit der wesentlichenModifikation, dass Layer auchmit der AbhaltungvonLehrveranstaltungenausKirchenrechtbetrautwurdeundsoden am10.Februar1906verstorbenenKarlGroßersetzensollte.28DieFakultäterhob dagegenBeschwerdebeimMinisterium,wasabermitderBerufungLayersnach GrazmitWirksamkeit vom 1.Oktober 1908 hinfällig wurde.29Der Lehrstuhl bliebbisaufweiteresunbesetzt;erst1911wurdedasöffentlicheRechtumeinen weiterenExtraordinarius,Rudolf v. Laun, verstärkt.30 Laun,311882 inPrag [Praha/CZ]als SohneinesOffiziersgeboren,hattedort sowie in Pilsen [Plzenˇ/CZ] undGörz [Gorizia/IT] die Schule besucht sowie in Wien und Paris die Rechte studiert; 1906 erfolgte seine Promotion zum JDr., worauf er in die Finanzprokuratur eintrat. 1908 habilitierte er sichmit einer Schriftüber»DasRechtzumGewerbebetrieb« fürdieFächerVerwaltungsrecht undVerwaltungslehre.321910erschienseineMonographie»Das freieErmessen undseineGrenzen«,womit er sich jenesThemasannahm,mitdemsichknapp zwanzigJahrezuvorTeznerhabilitierthatteundwelchevielBeachtungerfuhr.33 1914–1916 imKriegsdienst, schiederalsHauptmannausderk.u.k.Armeeaus undwurde derAbteilung für Verfassungsrevision desMinisterratspräsidiums zugeteilt, vonwo er 1918 in das Staatsamt fürÄußeres der jungen Republik wechselte. 26 A.u.Vortrag vom19.6. 1903,ÖStAAVA,UnterrichtAllg., Univ.Wien,Karton 612, Perso- nalaktMenzelAdolf, Z8917/1903, fol. 16r. 27 Komiteebericht vom6.12. 1902,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton612, Per- sonalaktMenzelAdolf, fol. 23r–25v. 28 A.u.VortragdesMinistersvom1.11. 1907samta.h.Entschließungvom12.11. 1907,ÖStA AVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton611,PersonalaktLayerMax,Z8045/1907.Vgl. zu ihmauchdas 1934 von ihmverfassteCurriculumvitae inAÖAW,Personalakt LayerMax. 29 SchreibendesDekansPhilippovichvom16.3. 1908,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien, Karton611,PersonalaktLayerMax,Z965ex1907/08;einEntwurf füreinAntwortschreiben liegt imAkt,wurdeabernichtausgefertigt,sondernaufgrundderErnennungLayersinGraz »adacta«gelegt. 30 SchreibendesDekansandasMinisteriumvom21.1.1910undReferentententwurfZ2291/ 1910,beide in:ÖStAAVA,Unterricht allg.,Univ.Wien,Karton608,Verwaltungsrecht. 31 Vgl. zu ihmBiskup, Laun. 32 Eigenhändiger Lebenslauf, unvollständigüberliefert unddaher undatiert, vermutlichvom 13.2. 1908,ÖStAAVA,UnterrichtAllg.,Univ.Wien,Karton611,PersonalaktLaunRudolf. 33 Die Behauptung vonGeorg Stadtmüller, Laun, Rudolf Edler von, in: NDBXIII (Berlin 1982) 715 es habe sich hierbei um die Habilitationsschrift gehandelt, ist, wie aus dem Habilitationsakthervorgeht, unrichtig.Vgl. zurHabilitationauchBiskup, Laun27. AllgemeinesundösterreichischesStaatsrecht 471
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938