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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
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undStaatswissenschaftlichenFakultät,wirkte1932–1934alsSenatorundwurde 1934zumRektorderUniversitätWienernannt. SeineWahlwarErgebnis eines Kompromisses, zumal sich innerhalbderRechts-undStaatswissenschaftlichen Fakultät,derdiesmaldasRektoratzufallensollte,sowohlOthmarSpannalsauch sein Antipode HansMayer um das Amt beworben hatten. Das NeueWiener Journalvom23. Juni1934berichteteausführlichüberdieseVorgängeundhielt fest, »daß ein Gelehrter an die Spitze der Almamater gestellt wurde, der die Gewährdafürbietet, daßdieLeitungderHochschule imkommendenStudien- jahr in staatsbejahendemSinne geführt werden.«308Dennoch ließ die Bestäti- gungderWahldurchdasMinisteriumauf sichwarten;möglicherweisewar es seineNichtmitgliedschaft inderVaterländischenFront,309dieseineBestätigung verzögerte,wennauchnicht gänzlichverhinderte.310 »WährendderHerrschaftHitlersinÖsterreichveröffentlichteichkeineZeile, weil ichmichnichteinerZensurierungaussetzenwollte.«311Dochwählteihndie Akademie der Wissenschaften in Wien 1940 zu ihrem korrespondierenden Mitglied.ZuEndedesJahres1945wurdeder70jährigeHold-Ferneckemeritiert. Möglicherweise aufgrund einer unheilbarenKrankheit setzte er am27. Jänner 1955 seinemLebeneinEnde.312 c) AlfredVerdroß-Droßberg AlfredVerdroß (bis 1919:Edler von)Droßbergwurdeam22.Februar 1890als SohndesdamaligenLeutnantsundspäterenGeneralsIgnazVerdroßEdlemvon Droßberg (auch er, sowieAlexanderHold-Ferneck sen., nachmalsKomman- dantdesXIV.Armeekorps) inInnsbruckgeboren.313NachSchulbesuchinTirol undWienmaturierte er1908 inBrixen[Bressanone/IT]undstudierte inWien, MünchenundLausannedieRechtswissenschaften; am9.Mai1913erfolgtedie PromotionzumJDr. anderUniversitätWien. »BaldnachAbsolvierungmeiner Studien«, so Verdroß, »lernte ich den damaligen Priv.-Doz. Dr. Hans Kelsen kennen, dermich inherzlicherWeise zurTeilnahme an seinemPrivatseminar eingeladen hat.«314Verdroßwurde – nebenAdolf J.Merkl – der bedeutendste SchülerHansKelsensundmachte sich insbesonderemit seinenBemühungen, 308 NeuesWiener JournalNr.14578, vom23.6. 1934, TAMappeHold-Ferneck (TP021025). 309 SoberichtetedasNeuigkeits-Weltblatt am7.7.1934,Nr.153,S. 1,dass»nurvaterländisch gesinnteakademischeBehörden […]dieBestätigung[erhalten]«. 310 DieStundeNr.3395vom8.7. 1934,TAMappeHold-Ferneck (TP021025). 311 Hold-Ferneck, Selbstdarstellung102. 312 Busch,Staudigl-Ciechowicz, »EinKampfumsRecht«138. 313 Vgl. allgemein zu seinemLebenslauf Verosta, Verdroß; Verosta,ÖAW; Seidl-Hohen- veldern,Verdoß; Schartner, Staatsrechtler329–342;Busch,Verdroß. 314 Verdross, Selbstdarstellung201. Völkerrecht 533
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Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Titel
Die Wiener Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät 1918–1938
Autoren
Thomas Olechowski
Tamara Ehs
Kamila Staudigl-Ciechowicz
Verlag
V&R unipress GmbH
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-89971-985-7
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
838
Kategorie
Recht und Politik
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